Montag, 6. März 2017

Neue Vorschrift der zusätzlichen betriebsärztlichen Untersuchung für alle schießenden Reservisten (mit Nachtrag)



Dass die Bundeswehr -völlig uneigennützig- außerordentlich besorgt um die Gesundheit ihrer -insbesondere beorderten- Reservisten ist, haben wir RSUKr zum Teil leidvoll lernen müssen. Insbesondere die, die nicht (mehr) mit dabei sind. Besserung ist, zumindest was das bisher alljählich wiederkehrende 90/5-Ritual angeht, durch die in Kraft getretene Intervallverlängerung in Sicht.

Wie wir von unserer Kompanieführung erstmals im Rahmen unseres November-Blocks und präziser zuletzt im Rahmen unserer Januar-Ausbildung informiert wurden, hat sich (meine Interpretation und Formulierung) irgendein eifriger Geist darauf besonnen, dass es sich bei der Bundeswehr ja um einen Arbeitgeber handele und dass Reservisten -ja, auch die der allgemeinen, nicht beorderten Reserve- auch irgendwie Arbeitnehmer der Bw sein müssten, für die selbstverständlich allgemein gültige Regeln der Arbeitssicherheit -hier betriebsärztliche Untersuchungen- anzuwenden wären!

Sehr konkret geht es um Betriebsschutzmaßnahmen bei erhöhter Lärmbelastung, heißt, die beim militärischen Schießen.

Auch wenn -mein derzeitiger Informationsstand- eine Umsetzung für Reservisten noch nicht abschließend festgelegt ist, steht doch folgendes im Raum:

Wer bis zum 30.06.2017 nicht bei einem zivilen Beriebsarzt war, dort sein Gehör hat untersuchen lassen, und darüber (die Teilnahme an der Untersuchung, nicht das Ergebnis) nicht den Nachweis gegenüber der Bw geführt hat, wird ab dem 01.07.2017 nicht mehr zum militärischen Schießen zugelassen (siehe Nachtrag unten).


Arbeitssicherheit ist wichtig. Das wusste man bereits um 1950
(Quelle: Wikipedia)

Wie weiterhin angedeutet wurde, gehe es nicht darum, festzustellen, wer gehörbedingt künftig nicht mehr schießen darf, sondern lediglich darum, dass der Betriebsärzt dem Reservisten diesbezüglich eine Empfehlung gebe, die befolgt werden könne, jedoch nicht müsse.

Gehörbedingte Ausmusterungen erfolgen demnach weiterhin über die Eingangs-, bzw, später dann 90/5-Untersuchungen.

Da diese Regelung auch für die nicht beorderte Reserve gelten soll, ist davon auszugehen, dass künftig noch viel mehr Reservisten-Handwaffenschießen mangels Beteiligung nicht stattfinden werden, als das bisher schon der Fall ist.

Bin gespannt, wie das weitergeht und auf welche Themen das noch aufgebohrt wird (ABC-Schutzmaske)?

Auch wenn die gesetzte Frist bereits in gut einem Vierteljahr abläuft, kann ich bisher im Internet (Bw, VdRWb) zu diesem Thema überhaupt nichts finden. Einen Thread in einem Bundeswehr-Forum konnte ich ausmachen, dessen Inhalt aber auch ganz überwiegend auf Nicht-, bzw. Halbwissen, respektive Spekulationen zu beruhen scheint.

Warten wir also ab, was man sich für uns ausdenkt und wie die Reserve auf Sicht darauf reagiert!
Ich persönlich denke, eine Ausnahmeregelung für die freie Reserve wäre dringend geboten. Bei den Beorderten könnte man sich darauf besinnen, dass diese ohenhin regelmäßig untersucht werden, wenn auch nicht von einem Betriebsarzt.

Nachtrag Stand 6.3.2017 21:15: Folgende Info kam über die RSU-Facebook-Gruppe (Einstufung: verlässlich!):
"Aus erster Hand: die Frist ist bis zum 31.12.2017 verlängert. Wer die ABC - Basisbefähigung braucht (jährliches Üben IGF) braucht KEINE Pflichtvorsorge."


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Aufgefallen:

Neues vom NATO-Partner:
  1. T-Online: Erdogan wirft Deutschland "Nazi-Praktiken" vor 
  2. Huffington Post: Erdogan droht Deutschland: "Wenn ihr mich nicht sprechen lasst, werde ich einen Aufstand machen" (Anm.: Stand 2013 lebten in Deutschland rd. 3 Millionen Türkeistämmige - Quelle Wikipedia)
  3. WELT / N24:  Türkische Wahlkampfauftritte „Keiner von euch kann uns daran hindern“
Westfälische Rundschau:  Deutsche Soldaten üben mit Polizei den Terrorfall im Inland

PEX: Einsätze der Alarmrotten der Bundeswehr bleiben auf hohem Niveau

WELT / N24: Schweden führt die Wehrpflicht wieder ein  

Bundeswehr.de: Mali: Erster Rettungseinsatz für deutsche NH-90 in Gao

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TV-Tipp Montag:

Kabel 1: 2015 - 2300: Jagd auf Roter Oktober (U-Boot-Thriller) 

                2300 - 0105: Alarmstufe Rot II (Steven Seagal)

ZDF:       2215 - 2350: Im Netz der Spinne (Thriller mit Morgan Freeman)

ARD:      2345 - 0030: Akte D - Die Rentenlüge
                                       (Man beachte den Sendeplatz für diese Doku)


TV-Tipp Dienstag:

Tele 5:    2015 - 0000: Neverland (Fantasyabenteuer)


TV-Tipp Mittwoch:

Kabel 1: 2015 - 2250: Das Tribunal (Militärdrama mit Bruce Willis)

                2250 - 0115: Men of Honor (Militärdrama)

SWR:      2015 - 2100: Smartphone – Wie ein kleines Ding uns im Griff hat  (Doku)


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