Freitag, 23. September 2016

RSUKp Rheinland-Pfalz: Erstmals Sicherungsübung an einem in Betrieb befindlichen militärischen Objekt - Fotos vom Truppenübungsplatzaufenthalt Baumholder



video
RSUKp Rheinland-Pfalz - I. und II. Zug - Lager Aulenbach - September 2016


Der Bericht des Presseinformationszentrums des LKdo RP liegt vor. Danke Rudi (OTL d.R. Rudi Meiszies), dass ich das hier wieder verwenden darf.
Man merkt bei Text und Fotos, dass hier Profis am Werk waren. Das muss man neidvoll anerkennen! :-)


 Die Zufahrt ist mittels Kfz-Schleuse gesichert (Quelle: LKdo RP/Ihmels)


Nach drei Tagen militärischer Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder heißt es am Donnerstagmorgen: Abmarsch zum Objektschutz auf dem Erbeskopf, dem mit 818 Metern höchsten Berg in Rheinland-Pfalz. Nach dem Eintreffen auf der Radarstation muss es schnell gehen, denn die Gefährdungsstufe hatte sich erhöht und die Soldaten müssen schon am frühen Nachmittag Sicherungsaufgaben wahrnehmen. Mit routinierten Handgriffen ist schnell ein Kompaniegefechtsstand eingerichtet, wo unmittelbar danach eine erste Lagebesprechung und Befehlsausgabe stattfindet. Unterdessen richten die beiden Sicherungszüge ihre Quartiere und Gefechtsstände ein und verkabeln diese mit der Kompanieführung.


 Lagebesprechung im Kompaniegefechtsstand (Quelle: LKdo RP/Ihmels) 


Kompaniechef Oberstleutnant Heisam El-Araj hat bereits den Sicherungsauftrag ausgewertet und weist bei der Lagebesprechung um 10.45 Uhr den beiden Zugführern ihre Aufgaben zu: „Der I. Zug unter Führung von Oberleutnant Kim Schönholz sichert das Objekt Erbeskopf. Dazu betreibt er eine Kfz-Schleuse an der Zufahrt und setzt Doppelstreifen zu Fuß innerhalb der Liegenschaft ein. Der II. Zug unter Führung von Oberleutnant Elmar Mohrhardt überwacht mit Streifen auf Kfz die umliegenden Funkstationen. Ausführung des Auftrags ab 14.00 Uhr. Wir haben jetzt 11.15 Uhr.“ Die Zeit drängt, die beiden Zugführer eilen zu ihren Soldaten.


Sandsäcke für den Eigenschutz sind ausreichend vorhanden (Quelle: dito)


Oberleutnant Schönholz ruft seinen Stellvertreter und die drei Gruppenführer zusammen, weist sie in die Lage ein und erteilt Einzelaufträge. Sofort beginnt die 2. Gruppe mit der Erkundung eines Streifenwegs und eines Platzes für einen Beobachtungsposten, währenddessen die 1. und die 3. Gruppe sich an den Aufbau der Kfz-Schleuse machen. Ein Lkw bringt das dafür benötigte Material an die Zufahrt und während es abgeladen wird, planen die Gruppenführer den Aufbau des Kontrollpunkts. Danach platzieren die Soldaten Sperren, Spanische Reiter, Stacheldraht und Sandsäcke an die vorgegebenen Stellen und in kürzester Zeit verwandelt sich eine leere Zufahrtsstraße in einen funktionierenden Checkpoint.

 Detailabsprachen in kleiner Runde (Quelle: dito)


Direkt nach Abschluss der Vorbereitungen beginnt der Sicherungsauftrag und damit auch für die Beschäftigten auf dem Erbeskopf eine ungewohnte Situation. Wo sich sonst das elektronische Zufahrtstor per Chipkarte öffnen lässt, kontrollieren nun Soldaten die einfahrenden Personen und ihre Kraftfahrzeuge. Zusätzlich initiiert die Übungsleitung bis in den späten Abend hinein immer wieder Einlagen mit Rollenspielern. Sie unternehmen an den drei militärischen Objekten Ausspäh- oder Eindringversuche, worauf die Objektschützer die entsprechenden Maßnahmen ergreifen müssen.


 „Hier kommt uns keiner durch!“ (Quelle: dito)

Der Kompaniechef ist mit den gezeigten Leistungen und der Einsatzbereitschaft seiner Soldaten zufrieden: „Die Besonderheit war, dass wir erstmals eine Sicherungsübung an einem in Betrieb befindlichen militärischen Objekt durchführten. Bei den Soldaten kam das gut an, da sie hier viele Tätigkeiten in der Realität anwenden konnten.“ Oberst Erwin Mattes leitete die Übung und zeigte sich wieder einmal beeindruckt von der hohen Motivation und dem Können seiner Reservisten. Er stellte zum Abschluss der Übung die Einsatzbereitschaft seiner RSU-Kompanie für Wach- und Sicherungsaufgaben fest.
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Nachfolgend noch ein paar Bilder von und für die Kompanie:


Ankunft im Lager Aulenbach am Sonntagabend, freudig begrüßt durch das Vorkommando. 


Ordnung muss sein, soweit das in einem Halbspind überhaupt möglich ist.



Erste Trockenübungen: OSG d.R. Benjamin Maniyar an der GraPi









OSG d.R. Michael Reger

 SG d.R. Marcel Gil - ruhig Brauner, noch passiert nichts!

OSG d.R. Christian Förder - wie immer voll konzentriert


SG d.R. Heiko (Hellboy) Hellmeister


Sicherheitsoffizier HF d.R. Markus Verhoeven 



P8-Schießen: U.a. erforderlich für den Erhalt des Combat-Ready-Status'



In einem sich unverhofft ergebenden Zeitfenster sprang Allrounder (u.a. Kompanietrompeter) Fw d.R. Uwe Schmitt kurzerhand mit einer Ausbildungseinheit "Notfallernäherung im Felde anhand heimischer Kräuter" ein. Danke, Kamerad, war hochinteressant!

 Zu Besuch auf der Schießbahn, RSU Feldwebel, HF Agron Bajrami



 Dito G36-Schießen


Immer gerne gesehen: Die Range Control!


 Leitender: HF d.R. Andreas Dressler


Was würde die Kompanie ohne die sich stets bereitwillig zur Verfügung stellenden Funktioner machen? - Genau, gar nichts! Danke Jungs:
links OSG (inzwischen) d.R. Benjamin Maniyar und OSG d.R. Dr. Matthias Pfriem. Glückwunsch zur Promotion, Matthias!



Kdr LKdo RP, Oberst Erwin Mattes führte in diesem Jahr eine intensive Dienstaufsicht und begleitete drei Ausbildungsschwerpunkte unserer Kompanie.. Hier im Austausch mit dem frischgebackenen SF d.R. Volker von Blohn.


 Nochmal der Kamerad Maniyar - hier noch tiefenentspannt



Fertig für die Waldkampfbahn, die es geländemäßig ausgesprochen in sich hatte - ein weiteres Highlight unseres Aufenthalts im Hunsrück.


 Gruppenführer und Melder werden eingewiesen


Und los gehts - voll konzentriert, zunächst in Schützenreihe.


 mobiler Klappkamerad


Ließ die Puppen tanzen - OSG d.R. Erik Weber






 




Diese Übung, durchs Unterholz einen steilen, vom Feind verteidigten Hang hinauf zum Entsatz eines oben unter Beschuss liegenden eigenen Funkpostens zu stürmen, war heftig!
Und das lag nicht am Funkkoffer, den ich zusätzlich als Melder auf dem Rücken hatte. Nein, hier werden mit fortgeschrittenem Alter die Grenzen deutlich. Verstärkt wird dieser Eindruck, wenn an der linken Seite ein 22-Jähriger und rechterhand ein vielleicht 32-Jähriger vorstürmen :-)
O.k., ich habe meinen Job gemacht, den Feind bekämpft und oben die Aufgabe gelöst. Dass ich dies mit einem
'gewissen Sauerstoffdefizit' tat, wussten die Anderen ja nicht. Vielleicht bemerkte es Kampfbahnbeobachter Kamerad HF d.R. Markus Verhoeven (s.o.), einer unserer erfahrensten und härtesten Jungs. Jedenfalls kam er auf dem Rückmarsch kurz an meine Seite und zischte mir ins Ohr: "gut gemacht, Gehm!!" Das war damit gleichzeitig auch der bedeutendste Augenblick für mich persönlich während dieser ereignisreichen Woche. Das macht (ohne sich etwas vormachen zu wollen) ein klein wenig stolz, das baut auf, kurz - man freut sich!

Mitglied meiner RK Ludwigshafen-Süd und seit kurzem ebenfalls mit Feuereifer RSU Kp-Mitglied OG d.R. Stefan Münch 



 Und noch ein Frischgebackener! Herzlichen Glückwunsch Kamerad
 Benjamin Gozdowski - zum Oberleutnant!
Er hat sich schon jetzt für ewige Zeiten um die RSUKp RP vedient genacht. Von ihm stammt nämlich der Entwurf unseres Kompaniewappens!


Und dann kam für mich das Ausbildungs-Highlight dieser Woche der Handgranatenwurf. Das sind die Dinge, die man im Rahmen der Ausbildung zum gewieften Nachschubsoldaten (meine aktive Verwendung während des Kalten Krieges) eher nicht lernt.


Erst die netten Blauen - da steht der Leitende entspannt daneben, wenn sie platzen ...






... dann die scharfen grünen Mumpeln, die beim Krepieren 6.500 Stahlkugeln entfalten. Da ist außer dem Werfer und der Aufsichtsperson niemand auch nur in der Nähe des Kampfstandes. Alle Anderen hocken im Bunker!




KpChef OTL d.R. Heisam El-Araj hatte es sich nicht nehmen lassen, eben jene Aufsichtsperson zu sein, die während  des gesamten scharfen Werfens -und das waren mehrere Stunden- im Kampfstand weilte! Da freut man sich -auf dem Weg zur Werferposition- doch ganz besonders über den kameradschaftlichen Zuruf: "Was denn, Sie Gehm?? Wer hat Ihnen denn eine Handgranate ausgehändigt!! ;-)


"RSU-Ranger" in freudiger Erwartung!


Dann war da noch der Ampelstopp unseres Buses von Y-Reisen auf dem abendlichen Rückmarsch ins Lager. "Liegt da nicht eine Nackte drüben auf dem Dach?!?" ... rief auf einmal der Kamerad vor mir. Dem war in der Tat so! Leider habe ich die verdammte Kamera nicht schnell genug aus der Tasche gebracht - der Bus ruckte an ...

Auch wird jedes Jahr aufs Neue deutlich, wie international der Truppenübungsplatz Baumholder ist!

Aufforderung zur Spurenbeseitigung auf holländisch. Gesehen im Toilettenbereich unseres Blocks.


Auch Militärpfarrer Bronder hat uns wieder besucht und einige gute Worte an uns gerichtet. 



Und dann war die Woche auch schon wieder rum! Einen letzten Kraftakt galt es zu vollbringen: Waffen reinigen! Unzählige G36 warteten auf Säuberung. Und jedes Einzelne musste danach durch die strenge Kontrolle der Prüfer (siehe Bildrand rechts oben).
Ich habe die diese Abnahme verrichtenden Kmaeraden diesmal etwas genauer betrachtet. Die Frage ist doch regelmäßig die: Wie können die mit ihren Fingern immer noch Öl- und Schmauchreste aus Winkeln zu Tage befördern, die man gerade eben sorgfältigts gereinigt hat? Jeder Soldat kennt das Phänomen.
Die Erklärung ist banal. Haben die zwei Ausbilder doch im letzten Fingerglied des kleinen Fingers der rechten Hand ein zusätzliches Gelenk! Mit dieser anatomischen Anomalie, die bevorzugt bei Portepee-Trägern aufzutreten scheint, ausgestattet, gelingt es, in Bereiche des Patronenlagers vorzudringen, die ein normal gewachsener Soldat niemals in der Lage ist, zu erreichen!!


Die Kameraden OG d.R. Marcus Müller und U d.R. Thomas Feld

OSG d.R. Alexander Amann (die Kampagne rief bereits!)



Entlarvt: Dieser Mann blickt mit geschlossenen Augen durch den Lauf - das wird nix!! Nein, es sind beide Augen zu - siehe kleines Bild!  

(Das erste, was man bei der Bundeswehr lernt: Pennen in jeder Situation!!)

Herzlichen Glückwunsch nochmals nachträglich zum gestrigen Geburtstag, lieber OSG d.R. Wolfgang Mann



 S C H L U S S A N T R E T E N  mit Spießwechsel









Seit dem 9. September 2016 ist der neue Spieß, SF d.R Stefan Biedinger, offiziell eingeführt! Hier mit Kompaniechef und Kompaniewappen. Freut uns alle für Dich, Stefan .... und natürlich ganz besonders für uns :-) Wir haben den Besten verdient - und bekommen !!

Schön war's !! Danke an das LKdo, die Kompanieführung, unseren Kompanietruppführer, die Ausbilder,  Funktioner sowie das Vor- und Nachkommando, die das erst ermöglicht haben!

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Und die 2-Dosen-Regel wird in unserer Einheit unverändert strikt eingehalten. Da gibt es nichts!!




Tschüss, bis zum nächsten Mal .....

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 Aufgefallen:

WELT / N24: A400M müssen nach zwei Tagen Flug in die Werkstatt

Deutscher Marinebund: Kommandoübergabe Kommando Spezialkräfte der Marine

Deutsches Verbände-Forum: Reservistenverband begrüßt Großübung der Bundeswehr und Polizei

Augen Geradeaus: Militärische Personalstärke der Bundeswehr: Gleichbleibend auf niedrigem Niveau

Bundeswehr.de: Bundeswehr im Bild

WELT / N24: Gouverneur ruft nach zweiter Gewaltnacht in Charlotte den Notstand aus

STERN: Unimog Jubiläum Deutsches Allrad-Monster wird 70 Jahre  

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TV-Tipp Freitag:

PRO 7: 2015 - 2245: Star Wars - Eine neue Hoffnung

             2245 - 0025: Priest (Horror)

RTL II:  2015 - 2330: Mel Gibson - Der Patriot (Schlachtenepos)

             2330 - 0145: Training Day (Copthriller mit Denzel Washington)


TV-Tipp Samstag:

SAT 1: 2015 - 2225: Zwei vom alten Schlag  (Komödie mit Sylvester Stallone)

            2225 - 0000: John Rambo

Bayern: 2015 - 2145: Luis Trenker - Der schmale Grat der Wahrheit (Drama)

             2200 - 2320: Flucht in die Dolomiten (Heimatdrama mit Luis Trenker)


TV-Tipp Sonntag:

PRO 7: 2015 - 2250: Need for Speed (Action)

             2250 - 0035: Shootout – Keine Gnade (Actionthriller) 


Kommentare:

  1. Hallo Michael, sehr schöner offizieller inoffizieller Bericht ..... Immer wieder Klasse Beiträge in deinem Blog ..... Vielen Dank dafür

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