Dienstag, 21. Juni 2016

RSU Bremen - Eine Woche auf dem Truppenübungsplatz




Bin am Wochenende auf diesen Bericht über den Übungsplatzaufenthalt der RSUKp Bremen gestoßen und darf das hierher übertragen - Text und Fotos von StFw d.R. Andreas Rasche

RSU Bremen eine Woche auf dem Truppenübungsplatz:

Vom 06.06. bis 12.06.2016 absolvierte die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie Bremen (RSUKp) ihren zweiten Truppenübungsplatzaufenthalt in Munster- Süd.


Die Stimmung war prima und die Motivation hoch. Die Männer und Frauen der RSUKp kennen sich nach vier Jahren gemeinsamer Übungen bereits gut. Neue Gesichter wurden kameradschaftlich integriert. Ein Mix aus allen Teilstreitkräften, Dienstgraden und zivilen Berufen, mit und ohne Einsatzerfahrung. Der Altersdurchschnitt der 24 Reservisten und Reservistinnen betrug 40,95 Jahre. Unterstützung gab es durch acht SoldatenInnen aus dem Landeskommando Bremen.

Gleich nach Beziehen der Unterkünfte im Lager Trauen, ging es am Montag in die zu besetzenden und noch auszubauenden Stellungen. Die Lageeinweisung erfolgte im Wald am Sandkasten. Der Auftrag war die Sicherung einer Versorgungsstraße. Die fiktive Lage beschrieb ein Szenario, in dem feindliche Kräfte die eigenen Reihen sowie Zivilisten sabotieren und überfallen. In den folgenden fünf Tagen übte die Kompanie das Gruppengefechtsschießen in der Verteidigung, mit scharfen Schuss, bei Tag und bei Nacht. Bei hochsommerlichen Temperaturen, mit kompletter infanteristischer Ausrüstung eine schweißtreibende Angelegenheit, für die eine körperliche Grundfitness unbedingt Voraussetzung ist.


Die spezielle Herausforderung an die Zug- und Gruppenführer war die Aufklärung der linken Flanke. Nach vermehrten Angriffen auf die eigene Stellung versuchte der Feind, die Verteidiger seitlich zu umgehen. Dies zu verhindern erwies sich für die Bremer Truppe als eine körperlich, wie auch taktisch sehr fordernde Aufgabe – nicht nur für die „kämpfenden“ Soldaten, sondern auch für die sie begleitenden Sicherheitsgehilfen. Denn das oberste Gebot ist: Sicherheit geht vor - ob anfangs mit Manöver- oder später mit scharfer Munition.

Die Übung deckte Alarmierungsweisen, Feindberührung, Feuerkampf, Aufklärung zu Fuß, Bergen von Verletzten, Dienst in der Stellung und Leben im Felde (Biwak) ab. Im letzten Ausbildungsabschnitt übte die Truppe den Umgang und gefechtsmäßigen Gebrauch von Handgranaten. Jeder kam mal dran und übte in unterschiedlichen Positionen und Verantwortungsbereichen. Kommunikation in alle Richtungen und mit allen Mitteln war unabdingbar. Alle packten mit an und unterstützen sich gegenseitig. Es herrschte eine offene und ehrliche Kameradschaft.


Kompaniechef Hauptmann Olaf Stenzel (50) war mit den Leistungen seiner Truppe mehr als zufrieden und zollte dies mit Lob und Anerkennung, aber auch konstruktiver Kritik. Dies wurde ihm und den Übungsteilnehmern auch von übergeordneter Stelle bescheinigt. Oberst Claus Körbi, Kommandeur des Landeskommandos Bremen, drückte den Teilnehmern seinen Dank aus und befand, dass sich die Reservisten und Reservistinnen der RSU Bremen mit den gezeigten Leistungen nicht hinter denen der aktiven Truppe verstecken müssen.



Folgenden Hinweis bekam ich noch, den ich ebenfalls gerne an dieser Stelle wiederhole:

Die Kompanieführung der RSU-Kompanie Bremen freut sich über das Interesse an ihren Aktivitäten.
Sofern Interesse an einer Teilnahme besteht: Die Ausbildungsvorhaben der Kompanie stehen interessierten und leistungsfähigen Reservistinnen und Reservisten zur Teilnahme offen. Hierzu bitte Verbindung zum Kompanietruppführer der RSU Bremen aufnehmen: neumannjensatoutlook.de


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Aufgefallen:

WELT: Nato-Manöver 20.06.16 Steinmeiers beispielloser Akt der Illoyalität

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell - Ausgabe 24

T-Online: "Katastrophale materielle Ausstattung" Bundeswehr-Soldaten misstrauen den eigenen Waffen

BundeswehrVerband: Wüstner: "Es geht um das Vertrauen der Soldaten in die Politik als Ganzes!" (Anm.: Sehr deutliche Worte!)

Augen Geradeaus: Mit Waffe in den Einsatz? Am Verfahren wird gearbeitet

VdRBw: Fregatte "Sachsen" braucht Reservisten für alle Bereiche (Zitat: "Auch Reservisten des Heeres, der Luftwaffe, der Streitkräftebasis und des Sanitätsdienstes der Bundeswehr können sich melden, wenn die Ausbildungen und Erfahrungen auf dem Schiff verwertbar sind. Für diese Personalsuche wurde vom Schiff eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: rdl@fgs-sachsen.de. Interessenten sollen sich dort melden. Die Besatzung verspricht, dass jeder Bewerber eine Antwort erhält. Dies könne allerdings aufgrund von aktuellen Seefahrten etwas längere Zeit in Anspruch nehmen.)
 
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TV-Tipp Dienstag:

Tele 5: 2015 - 2335: Final Approach - Im Angesicht des Terrors (Actionthriller 2-Teiler)

N24:   2005 - 2105: Osprey - Transformer der Lüfte

           2105 - 2205: Hubschrauber-Legende Huey - Der Bell UH-1D in Deutschland

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