Dienstag, 14. Juni 2016

Es scheint oben angekommen zu sein




Wenn man die ersten Seiten der dieser Tage erschienenen Ausgabe 2016/2 der Reserve aktuell durchblättert, entsteht erstmals (bei mir) der Eindruck, dass die Probleme der Reserve, die ja letztlich Probleme der Bundeswehr und auch der deutschen Gesellschaft sind, 'oben angekommen' sind!

Der Infobrief des Kompetenzzentrums für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr in Bonn ist hier als PDF-Download verfügbar


Bereits auf Seite 2 im Editorial bringt der neue Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Beauftragte für Reservistenangelegenheiten, Herr Generalleutnant Markus Kneip, seine Überzeugung zum Ausdruck, dass: "nur wenn wir die individuelle Situation der Betroffenen stärker berücksichtigen, es uns gelingen wird, den Trend rückläufiger Beorderungszahlen anzuhalten und umzukehren."

Themen, wie die Vereinfachung der ärztlichen Begutachtung (bekanntlich mein Lieblingsthema), die Evaluierung des USG und die Auswirkungen der Soldatenarbeitszeitverordnung auf die Reserve, hat General Kneip aufgegriffen oder will sie doch zumindest im Auge behalten.




Auf Seite 6 werden die fünf neuen 'Beauftragten für Reservistenangelegenheiten' vorgestellt. Drei Obristen, ein Kapitän zur See sowie ein Oberfeldarzt. Dies vor dem Hintergrund, "dass die Reserve noch stärker als bisher in den Fokus der Streitkräfte rücken und Informationen, Anregungen und konstruktive Kritik aus der Reserve einen direkten Weg zur Führung finden muss."

"So ist es nun an den Beratern, bei der Stabilisierung des Personalkörpers der Reserve sowie seiner kurz- bis mittelfristigen Erweiterung konstruktiv mitwirken."

Kapitän zur See d.R. Andreas Quitte konstatiert in dem Beitrag weiter, dass "der Erfolg der Berater in hohem Maße von den Informationen und Anregungen abhängen wird, die sie aus den Reihen der Reserve der Bw erhalten ...". Weiter "sei die neue Beratungsorganisation für alle Reservistinnen und Reservisten direkt ansprechbar.!

Klingt gut! Wirklich überzeugt hätte mich allerdings in dem Zusammenhang, wenn gleich im Anschluss die Kontaktdaten der beauftragten Kameraden, respektive deren Unterstützer, aufgeführt worden wären. Aber das hat man wohl vergessen: Oder ist doch die Basis gar nicht gemeint?


Nachtrag: Heute hab' ich in der aktuellen 'Loyal' (S. 48) eine Kontakt-Email zumindest des Beraters der Marine: MarKdoBeraterResAngelM@bundeswehr.org gesichtet.


So bleiben  -wie wohl bspw. auch bei Herrn OTL d.R. Prof. Dr. Friedwart Lender (loyal Seite 71) leise Zweifel, ob "die Aussage 'Reserve ist wichtig' auch auf allen Ebenen -von der Bundesebene über die Länder bis hin zu den Regionen und Gemeinden- und bei allen Beteiligten der Politik, der Bundeswehr, der Gesellschaft und den Kameraden des Reservistenverbandes- (wirklich) überhaupt ankommt?"





__________
Aufgefallen:

WELT: Die Bundeswehr bewacht ihre Kasernen nicht mehr selbst

Augen Geradeaus: Anakonda und BALTOPS – Tage der Bilder

Augen Geradeaus: NATO (& Bundeswehr): Robust und einsatzbereit ins Baltikum

Deutsches Heer: „Good shot Sir“ – Sniper Competition in Großbritannien 

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell, Ausgabe 23

_____________

TV-Tipp Dienstag:

ARTE: 2015 - 2145: EU - Should I Stay or Should I Go? (Doku)

           2145 - 2245: Alptraum Brexit  (Doku)

           2245 - 0015: Sir Winston - Der Mann des Jahrhunderts (Doku) 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen