Dienstag, 2. Februar 2016

RSUKp RP: Ausbildung 2016 gestartet - "Sehen - ohne gesehen zu werden"



Bereits am dritten Januarwochenende hat die RSU Kompanie Rheinland-Pfalz die Ausbildung wieder aufgenommen.

Hier der Kompaniebericht (Hervorhebungen von mir):

Die Soldaten der RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz starteten im Morgengrauen eines Januarsamstages in die erste Blockausbildung im Jahr 2016. Ausbildungsthema war der Spähtrupp zu Fuß mit dem Ziel, Tätigkeiten im Spähtrupp lagegerecht auch unter schwierigen Bedingungen durchführen zu können.


Los geht's: "RSU-Ranger" auf dem Vormarsch


Im Rahmen eines Objektschutzauftrages galt es für die Spähtrupps, einen Parcours mit drei herausforderten Stationen zu durchlaufen. Geübt wurde das Auftreffen auf einen feindlichen Spähtrupp, die Verbindungsaufnahme mit dem eigenen Feldposten sowie das Annähern und Beobachten eines Aufklärungszieles. Das stark durchschnittene Gelände in Kombination mit eisigem Nebel erforderte von den Spähtruppführern besondere Sorgfalt bei der Geländeorientierung. Lautloses Bewegen, die optimale Ausnutzung des Geländes sowie das Verbindunghalten durch Zeichen verlangte von den Soldaten volle Konzentration. Nur so konnte der Auftrag zur Zufriedenheit der eingesetzten Schiedsrichter erfüllt werden.


Lt d.T Markus Klug (mit DF) und Hauptgefreiter !! d.R. Klaus Brese


Bei seinem Dienstaufsichtsbesuch bedankte sich Oberst Erwin Mattes, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, bei Hauptmann Sebastian Roob von der Artillerieschule in Idar-Oberstein, der beim Anlegen der Übung unterstützte. Oberstleutnant d.R. Heisam El-Araj, Chef der RSU-Kompanie, sprach zum Abschluss der Blockausbildung drei Beförderungen aus: Uwe Golsong und Heiko Hellmeister zum Stabsgefreiten d.R. sowie Klaus Brese zum Hauptgefreiten d.R. Die Schützenschnur in Silber erhielt der Obergefreite d.R. Georg Walter.


Oberst Erwin Mattes, Kdr LKdo RP


Wie -dank großzügiger Unterstützung durch das LKdo RP- üblich, nachfolgend noch eine Reihe Fotos mehr, diesmal vom Kameraden SG d.R. Mike Trümper und ohne meine Kommentare, da ich selbst diesmal nicht am Start war (zivile Sachzwänge!). Aber die Bilder sprechen für sich.


"Bitte keine Presse!" - OSG d.R. Michael Neu wie immer äußerst engagiert


"Lasst sie nur kommen"! PzSch d.R. Carsten Gottschlich



OSG d.R. Michael Reger





Bereit!





Gepanzerte Unterstützung



Fw d.R. Markus Schütz























Wer wollte sich denen in den Weg stellen?!



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Aufgefallen:

Augen Geradeaus: Nachts sehen die Tornados jetzt was

Deutsches Heer: High-Tech für Panzergrenadiere

Bundeswehr.de: Video: Neu im Revier – der Schützenpanzer Puma

FAZ: Nato fordert mehr Geld für die Bundeswehr

Bundeswehr.deBundeswehr aktuell - Ausgabe 4

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TV-Tipp Dienstag:

Phoenix: 2015 - 2145: Die Bernsteinstraße (Doku - 1+2/2)

Kommentare:

  1. Ist das bei der RSU RP üblich das man beim MG3 keine Visierung nutzen muss? Passt nicht so ganz zu der abschließenden Frage "Wer wollte sich denen in den Weg stellen?!" Anspruch und Wirklichkeit!

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    1. Nein, es war keine Wirklichkeit, es war nur eine Übung. Da bleibt zur Schonung des Geräts je nach Lage schon mal ein Visier eingeklappt. Gleichwohl besteht nicht nur der Anspruch, sondern die absolute Gewissheit, dass die hervorragend geschulten RSUKr ihre Bewaffnung erforderlichenfalls bestimmungsgemäß und sehr effektiv zum Einsatz brächten. Insofern bleibt es ohne Einschränkung bei der von mir gemachten Aussage, wenn auch an dieser Stelle eher als textlich gestalterisches Element des Autors (also mir) gedacht. Da ich alle Kameraden persönlich kenne, ist diese Aussage für mich -diesmal ausnahmsweise aus der Entfernung- präzise möglich. Aber es freut mich sehr, dass neben den Fotos auch die Texte aufmerksame Beachtung finden. Danke dafür!

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    2. Na Ja, wer bereits in einer Übung solche grundlegenden Einzelschützentätigkeiten nicht beherrscht oder anwendet sollte nicht auf die Wirklichkeit hoffen. Jeder Vorgesetzte der im Rahmen einer solchen Übung mit ggf. Gefechtseinlagen das Einklappen des Visiers befiehlt sollte sich überlegen ob Er der Richtige für den Posten ist. Stichwort hier ist auch der Begriff "Bereitschaftsgrade" ("Nur wer Begriffe kennt kann führen"). Der Kamerad liegt mit der Waffe im Anschlag und das mach ich nicht wenn ich nicht auch ggf. schiessen muß. Ihre Gewissheit über die Qualität würden Sie schnell revidieren wenn Sie einen ausreichenden Einblick in die Ausbildung einer vergleichbaren Infanterie/ Sicherungseinheit der aktiven Truppe hätten. Aber Sie können sich sicher sein das es in anderen RSU-Kompanien nicht besser ist.

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  2. Noch als Ergänzung zur Aussage der "hervorragend geschulten RSUKr" ein Auszug aus der MG-Vorschrift:
    "ZDv 3/14 - Ziffer 340 "Vor dem Laden klappt der Schütze zuerst das Korn und dann den Kimmenhebl (ggf. die Visierscheibe des Fliegerabwehrvisiers) hoch."

    Aber die Truppe ist nur so gut wie Ihre Vorgesetzten/ Ausbilder ...

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  3. Hallo, ich diskutiere gerne, lasse mich aber ungern anonym belehren. Letzteres sollte mit offenem Visier geschehen. Falls es sich noch nicht herumgesprochen hat, dies ist NICHT Plattform der 'Anonymen Alkoholiker'.
    Ich hatte inzwischen nochmals nachgefragt. Der Visierzustand war in der ggb. Situation, die mir näher nicht bekannt ist, explizit so befohlen. Wenn darüber hinaus der Eindruck entstanden sein sollte, ich wollte RSUKr mit Objektsicherungskräften vergleichen, die Tag für Tag und 12 Monate im Jahr nichts anderes tun, als sichern, respektive dafür üben, dann war das nicht beabsichtigt. Das ändert aber nichts an der Feststellung, dass wir unseren Job machen - und das gut!
    Im übrigen hatte ich während diverser Wachverstärkungseinsätze durchaus Berührung mit Kameraden von aktiven Sicherungsstaffeln und konnte ihnen während der wachfreien Zeit auch beim Training zusehen. Ganz so unbedarft sind wir also nicht.

    MkG
    Michael

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  4. "Der Visierzustand war in der ggb. Situation, die mir näher nicht bekannt ist, explizit so befohlen."

    Das passt ja zu meiner Aussage "Aber die Truppe ist nur so gut wie Ihre Vorgesetzten/ Ausbilder ..."

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