Dienstag, 19. Januar 2016

Selbstverteidigung mit Elektroschocker & Co


Gleich vorab, es handelt sich hierbei um eine rein zivile Betrachtung, was natürlich nicht daran hindert, das Thema klar zu strukturieren :-)

Lage:

Nachdem allen bisherigen Beteuerungen von Politik und Leitmedien zum Trotz jetzt für jedermann (insbesondere jede Frau) überdeutlich sichtbar geworden ist, dass die sogenannte "German Angst" eben nicht unbegründeten, diffusen Ursprungs, sondern im Gegenteil erschreckend begründet ist -und zwar in der Fläche!-  bin auch ich nicht umhin gekommen, mich dem Thema zivilrechtlich möglicher, möglichst effektiver, "waffenbewehrter" Selbstverteidigung, auseinanderzusetzen:

Auftrag:
Ehefrau: "Mach hin und besorge mir einen Elektroschocker, ich fühle mich draußen nicht mehr sicher - Punkt!!

Durchführung:

Frei nach der Erkenntnis, dass es keine Frage gibt, die nicht schon im Internet gestellt, respektive zunehmend auch schon in Video-Form abgehandelt wurde, habe ich also, um mich zunächst zu informieren, erst einmal 'youtube' angeschmissen.
Meine Frage, nach Sinn und Zweck eines Elektroschockers wurde dort sehr schnell beantwortet:

Elektroschocker, zumindest soweit in Deutschland zugelassen, kannst'e schwerpunktmäßig vergessen.




Da ich Schreckschusswaffen für nicht zielfühend erachte und die praktischen, handlichen Teleskopschlagstöcke nicht geführt werden dürfen, folgte ich dem Ratschlag des obigen youtube-Testers, mich in Richtung Pfeffersprays zu orientieren.

Weiterführend bin ich auf diesen kleinen, privaten Pfefferspraytest gestoßen, der Verschiedenes klar macht. Ab Minute 09:50 beginnt der Praxistest, aber auch die einführenden Informationen sind wichtig:

1.  Die Sprayversion verliert deutlich gegen die Strahl/Jet-Version
2.  Unter 50 ml braucht man gar nicht anzufangen
3.  Sehr wichtig auch die Auslöse-/Sicherungsmechanik
4.  Entfernungen von mehr als 3 Metern kann man im Grunde vergessen




Es gibt auch sogenannte Breitstrahl-Pfeffersprays, wie sie bspw. mit dem 'OC 5000' (gibt es sinnvollerweise erst ab 150 ml) gleich zu Beginn des folgenden Videos von Dehler vorgestellt werden. Aber auch der 'Piexon JPX Jet Protector' (€ 169,-) wirkt auf mich überzeugend (Video-Minute 01:40). Was dieses Distanzgerät allerdings ggf. auf kurze Entfernung (z.B. der amtlich vorgeschriebenen Ein-Armlänge) in einem Gesicht auslöst und wie das ein Richter im Nachhinein selbst in einer akuten Notwehrsituation bewerten würde, bin ich mir 'höchst unsicher'!



Denn eines muss -bei aller ggb. Notwendigkeit zur Selbstverteidigung- glasklar sein. Diese Pfeffgersprays sind lediglich zur Tierabwehr zugelassen, was übrigens auch auf der Kartusche vermerkt sein muss (Prüfzeichen). Selbstverständlich bleibt eine akute Notwehr-, respektive Nothilfesituation hiervon ausgenommen, heißt normalerweise ungeahndet..

RSU-Soldaten sind bestens ausgebildet und haben sehr präzise gelernt, wann eine solche Situation entsteht und dass die Verhältnismäßigkeit in jedem Fall gewahrt bleiben muss!
Entscheidend ist, dass ein potentieller Anschlag -hier auf Leib und Leben- unmittelbar bevorsteht oder gerade in Ausführung befindlich sein muss und mit anderen, milderen Mitteln nicht abzuwenden ist.

Das gezielte Nachbearbeiten eines sich bereits am Boden windenden Angreifers (sicherheitshalber) zählt NICHT dazu!

Die Uniklinik Freiburg warnte dieser Tage vor dem Gebrauch eines Pfeffersprays:
"Pfefferspray kann zu Kontaktirritationen in den Augen oder Atemwegen führen", sagte der Leiter des Notfallzentrums der Uniklinik, Hans-Jörg Busch, laut einer Pressemitteilung. Das Spray könne dadurch lebensbedrohliche Asthmaanfälle auslösen.
Sofortiges Reinigen der Haut und Augen mit warmem Wasser ist der Uniklinik zufolge wichtig, um Schmerzen zu lindern und Verletzungen zu verhindern. Bei Atemnot solle Sauerstoff inhaliert werden. Die Klinik rät dazu, nach dem Kontakt mit Pfefferspray einen Arzt aufzusuchen.
Diese Betrachtungen relativieren sich wie gesagt stark vor dem Hintergrund eines akuten Bedarfs an Eigenschutz einer Frau in Situationen, wie sie jetzt tagtäglich in immer schnellerer Abfolge aus dem öffentlichen Raum der Republik berichtet werden!
Es scheint allerdings angeraten, im Falle einer solchermaßen erfolgreich abgewehrten Attacke, bei der anschließenden Anwahl von 110 auch gleich einen Arzt mitzubestellen.

Die Polizeigewerkschaft warnt vor dem Einsatz von Pfeffersprays. Das Für und Wider muss jeder für sich selbst abwägen. Eventuell auch anhand dieser Meldung. Aber was ist wohl für Frau wichtiger? Gesund und unversehrt wieder zu Hause anzukommen oder aber wehrloses 'Freiwild' darzustellen und sich dafür einer 100%igen Rechtssicherheit gewiss zu sein!

Nachtrag;

Kurz nachdem ich gestern Nachmittag diesen Beitrag schrieb, erreichte mich diese Meldung aus dem Herzen meiner Heimatstadt: Mannheim: Frau am Wasserturm vergewaltigt 

Guten Morgen Deutschland! 

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Aufgefallen:

WELT: Lawine tötet mehrere französische Soldaten

Focus: In München - Leistungsdruck zu hoch? Suizid-Serie an der Bundeswehr-Uni beunruhigt Eltern

Bundeswehr.de: Bundeswehr aktuell Nr. 2 vom 18.01.2016

Spartanat.com: Ballistische Schutzweste! Aber richtig!

Augen Geradeaus: Von der Leyen deutet deutsche Beteiligung an möglicher Libyen-Mission an

WELT: Flüchtlinge gelten als größtes Risiko für die Welt

Lachen helfen e.V.: Marschieren - auch für den guten Zweck

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TV-Tipp Dienstag:

SAT 1:   2015 - 2215: Die Frau des Schläfers

WDR:    2210 - 0005: In meinem Himmel (Fantasy-Drama)

Phoenix: 2015 - 2100: Der Mekong in 50 Booten (Doku, Folge 3/3)

Tele 5:   2205 - 0050: Rurouni Kenshin: The Legend Ends
                                   (Samurai-Action, letzter Teil der Trilogie)





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