Dienstag, 26. Januar 2016

RSU Hamburg beim Wacherhaltungsschießen + Grundsätzliches


Kamerad OSG d.R. Roberto Zosel berichtete kurz vom Wacherhaltungsschießen der Hamburger am Wochenende - ein Wintermärchen :-)

OSG d.R. Roberto Zosel

"Um 0615 sind wir zur Standortschießanlage Wendisch-Evern gefahren und 0710 Uhr dort eingetroffen. Nach Mat - Übergabe gab es das obligatorische Antreten nebst Sicherheitsbelehrung.

Im Anschluss danach wurde Frau Gefreite d.R. Judith Nolte zur Stabsgefreiten d.R. befördert (Anm. Blogger: Herzlichen Glückwunsch!)


Die Kameraden OSG d.R. Kullik und SG d.R. Stallknecht erhielten danach noch ihre Schützenschnur in Bronze.

Nach einem 3 fachen "Ziehten Ziehten - Aus dem Busch", unser '' Schlachtruf'', ging es auf den Alpha und Deltastand. Dort wurden die Wachschussübungen mit G36 und P8 geschossenen. Schießende war um 1315.

Nach einer kräftigen Stärkung mit Reis und Hühnerfrikasse ging es dann ans gemeinsame Waffenreinigen. Danach wurde die Dvag für beendet erklärt und die Teilnehmer fuhren nach Hause.
Ich musste mit meinem Oberleutnant (Anm. Blogger: Offiziere brauchen stets etwas Führungsunterstützung) noch die Waffen in die Reichspräsident Ebert Kaserne  bringen. Dienstschluss für mich 1615.
Schießende Truppe Stärke: 34 Mann."


Danke Roberto! Ist immer schön, hier auch mal wieder etwas aus dem Bereich der RSU berichten zu können. Selbst wenn es sich um "Tagesgeschäft" handelt.

Roberto war übrigens so nett, uns den Hintergrund des Schlachtrufes der RSUKp Hamburg zu erläutern.

General Von Ziehten war der erste General der flankierend aus der gedeckten Aufstellung (Busch) angegriffen hatte. Wer das vertiefen möchte, kann dies hier tun.

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Bei einer anderen mir bekannten RSU-Kompanie ist geplant, ab 2016 das Wacherhaltungsschießen ganz aus dem Kompaniebetrieb in die unbeorderte Reservistenarbeit auszugliedern. Dies soll zwar von der KpFhr organisatorisch vorbereitet werden, aber letztlich müsste sich jedes Kompaniemitglied doch selbst darum kümmern - selbstredend bei zusätzlich zu erbringendem Zeit-, Organisations-, Papierkriegs- und Terminüberwachungsaufwand.
Ähnliches hörte ich aus dem Bayerischen (unbestätigt). Da gibt es wohl -zumindest bei einer Einheit- die Bestrebung, jeden Soldaten seine alljährliche Fleischbeschau (90/5) selbst organisieren/beibringen zu lassen.

Es erscheinen also Tendenzen erkennbar, die darauf hindeuten, dass wichtige -wenn auch zum Teil von der Bundeswehr total überzogene (90/5) und damit letztlich für die Sache schädliche- "combat-ready"-Voraussetzungen aus dem zentralen Angebot des Kompaniebetriebs in den Privatbereich der Kameraden verlagert werden.
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Es geht darum, die ohnehin knapp bemessene Zeit der Ausbildung nicht noch durch alljährlich wiederkehrende Formalitäten, wie z.b. auch den alljährlich aufzufrischenden Einsatzersthelfer A-Status, zusätzlich zu beschneiden.

Ein Dilemma, zugegebenermaßen. Trotzdem erscheint mir diese Entwicklung unglücklich da für die Einsatzbereitschaft der RSUKr kaum förderlich!

Vorschlag:
  1. Wacherhaltungsschießen und EEH A Kompetenzerhalt auf Kompanieebene innerhalb eines Komplettwochenendausbildungsblocks (starke deutsche Wortkreation!) kombinieren und damit u.a. bekannte ewige Wartezeiten auf der Schießbahn sinnvoll nutzen.
  2. Alljährliche 90/5-Einstellungsuntersuchungen auf mindesten 5-Jahreszeiträume ausdehnen - besser, nach Eingangsuntersuchung für die Beorderung ganz abschaffen, wie das ja bei den Aktiven ganz normal ist!
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Aufgefallen:


RTL-Nord: Video: Eiswolf  



FAZ: Denkt nach, wenn ihr Soldaten verlegt (Anm.: Die Artillerieschule der Bw in Idar-Oberstein ist auch Standort der RSUKp Rheinland-Pfalz)

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TV-Tipp Dienstag:

Tele 5:    2015 - 2205: Hard Rain (Actionthriller)

Phoenix: 2005 - 2105: Osprey - Transformer der Lüfte


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