Donnerstag, 25. Juni 2015

"Nur wenige Deutsche würden für ihr Land kämpfen"



Diese gestrige Meldung in DIE WELT hat mich doch so beeindruckt, dass ich ihr einen eigenen Blogbeitrag widmen möchte. Es ist erschütternd, ja beängstigend und auch beschämend.
Denn die Menschen im Westen, zumal in Europa, sind offenbar kaum noch bereit, zur Verteidigung ihrer Errungenschaften, ihrer Freiheit und ihres Reichtums zur Waffe zu greifen. Das zeigt eine Umfrage, die das amerikanische Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup alljährlich im Rahmen eines breiten Panels in zahlreichen Ländern durchführt.
Laut dem Ergebnis der Gallup-Umfrage, die hier zu finden ist , wären gerade 18% der Deutschen bereit, zu den Waffen zu greifen und für ihr Land, das heißt ihre Freiheit, zu kämpfen.
Bei den Schweizern sind es immerhin knappe 40%, Israel 66% und Finland 74% - durchweg wohlhabende, demokratische Staaten wie Deutschland.

Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass das Gallup-Institut als eines der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute weltweit Umfragen mit ernsthaftem Hintergrund erstellt und seinen Studien nicht irgendwelches Internetgekritzel zugrunde legt.

Man sollte weiter davon ausgehen können, dass jeder halbwegs Vernunft begabte Bürger und Teilnehmer bei einer solchen Umfrage angesichts einer so schwerwiegenden, weil auch persönlich ggf. weitreichenden Frage, einen Moment innehält und sich mögliche Szenarien vergegenwärtigt: "Was könnte denn da auf mich und meine Liebsten zukommen, dass ich vor solch eine Entscheidung gestellt werden könnte, mein Land verteidigen zu müssen?!"

Ich selbst hätte bspw. folgendes Szenario vor dem geistigen Auge:

Der IS steht vor den Toren Deutschlands und es droht die vollständige Kaltstellung unserer Kultur nebst sämtlichen Werten, die wir uns seit Menschengedenken aufgebaut haben - mit viel Blut und Schweiß! Von Mord und Totschlag in großem Stile wäre zwingend auszugehen.

Und angesichts solcher oder wie auch immer gearteter, immerhin denkbarer, Horrorszenarien wären gerade 18% der Deutschen bereit, ihre Freiheit und die ihrer Lieben mit Gewalt zu verteidigen?
Ich kann mir das nicht vorstellen, aber die Zahlen der Statistik sprechen für sich. Vielfach -wie oben angemerkt aber durchaus nicht durchgängig- sind die, die am meisten zu verlieren haben, am wenigsten bereits es zu verteidigen.

Wie weltfremd, überfressen und von überwiegend links eingefärbten Massenmedien gehirngewaschen ist unsere Gesellschaft eigentlich? Das ist ja in höchstem Maße erschreckend!?

Dabei befinden wir uns in Deutschland in einer Zeit, in der die Bevölkerung noch durchdrungen ist von ehemaligen Wehrpflichten. Wie wird denn das um Gottes Willen 30- 40 Jahre nach Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht aussehen?

Man kann in eine solche Statistik vieles -auch Historisches- hinein und wieder heraus interpretieren.

Für mich bleibt: DAS ist eine Schande für Deutschland!

Es scheint in der Tat allerhöchste Zeit, in Deutschland die viel beschworene sicherheitspolitische Debatte nicht nur zu fordern, sondern sie von den Verantwortlichen in Politik, dem Verfassungsschutz, der Polizei, der Generalität und auch unserem VdRBw jetzt endlich zu führen und zwar in der breiten Öffentlichkeit und mit großer Vehemenz. Dazu gehört Mut und viel Rückgrat, es mit dem linken Blätterwald aufzunehmen. Lasst sie sich doch überschlagen und an Schnappatmung zugrunde gehen.

Unser Deutschland sollte das wert sein ....

Dazu passt ja gerade diese Pressemitteilung ganz gut:

Deutscher Bundeswehrverband: Wüstner: Schluss mit der sicherheitspolitischen Orientierungslosigkeit der letzten zehn Jahre


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Aufgefallen:

Süddeutsche: Demonstranten wollen Appell stören

Schaumburg Lippische LZ: Soldat an seiner Schussverletzung gestorben (Anm.: R.I.P.)

Pfälzischer Merkur: SÜDWESTPFALZ - Katastrophen-Warnung auf dem Handy (Anm.: Eine weitere   Kernregion Deutschlands ist angebunden :-)

DIE WELT: Kurden rücken an IS-Hauptstadt Rakka heran

Augen Geradeaus: Der Sea Lion ist bestellt

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TV-Tipp Donnerstag:

Kabel 1: 2015 - 2305: Batman

              2305 - 0135: Batmans Rückkehr

Phoenix: 2015 - 2100: Frontfrau - Deutschlands erste Verteidigungsministerin

              2100 - 2145: Neuer Kalter Krieg (Doku)



Kommentare:

  1. Es gilt mal wieder der alte Spruch "Der Fisch stinkt vom Kopf". Da Nationalstolz und Tradition von der politischen Führung nicht gewollt sind bzw. sehr schnell ungeprüft in die rechte Ecke gedrängt werden spiegelt die Umfrage ganz zu Recht, dass hierdurch gewünschte Ergebnis wieder.

    Man muss sich doch nur die offizielle Berichterstattung über die Bundeswehr ansehen: Probleme wie das G36 werden als Supergau des Steuerzahlers durch den Blätterwald getrieben und ein Kostenfiasko wie der Berliner Flughafen interessiert keinen.

    Man hat alles dafür getan die Bundeswehr in den letzten 20 Jahren an den Rand der Gesellschaft zu treiben, damit die bloß nicht auffällt und wenn dann nur politisch korrekt - warum soll also der Bürger eine Waffe in die Hand nehmen wollen?

    Für wen und was den?

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  2. Ich bin auch entsetzt. Dabei habe ich selber Zivildienst gemacht. Allerdings habe ich auch meine Verweigerung vor einem halben Jahr zurückgezogen, weil ich genau das "gefühlt" habe, was die geannte Umfrage bestätigt.
    Werte wie Freiheit, Pluralismus, Demokratie sind immateriell. Wenn niemand für sie eintritt oder sie verteidigt, hören sie schlicht auf zu existieren.
    Was kann man nur tun?

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