Dienstag, 3. März 2015

Skizug der RSUKp Oberbayern bei den Internationalen Divisionsskimeisterschaften 2015




Sonntag Abend erhielt ich vom skibeweglichen "Presseoffizier" der RSU-Kompanie Oberbayern, Kamerad Lt d.R. Michael Scheller den folgenden schönen Bericht von der gerade zu Ende gegangenen 'Internationalen Divisionsskimeisterschaft" (IDSM).

Eine Mannschaft der RSUKp Oberbayern nahm an dem anspruchsvollen Wettbewerb teil. Die eindrucksvollen Fotos stammen ebenfalls von Leutnant d.R. Michael Scheller.

Ganz herzlichen Dank für diesen Beitrag! (Hervorhebungen von mir)
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Drei Podestplätze für die RSUKp Oberbayern


Eröffnungsfeier

Mit drei Medaillen im Gepäck trat der „Skizug“ der RSUKp Obb die Rückreise von der Int. Divisionsskimeisterschaft 2015 aus Regen an. Major d.R. Landenberger gewann Silber im Riesenslalom und Bronze im Skitourenwettkampf in der Klasse Reservisten AK II.
Der Heeresbergführer StUffz d.R. Grunwald, erkämpfte sich Silber in der AK III der Resevisten ebenfalls im Skitourenwettkampf.




Der militärische Rennanzug

Wettkämpfe auf Ski haben im deutschen Militär schon seit mehr als hundert Jahren Tradition. Bereits 1897 traten Soldaten mehrerer Jäger-Bataillone im Schwarzwald zu Vergleichskämpfen an. Seit 1966 fanden die Divisionsskimeisterschaften der 1. Gebirgsdivision bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2002 statt. Seit damals übernahm die 10. PzDiv. die Ausrichtung der Veranstaltung, da die Gebirgsjägerbrigade 23 Teil dieses Großverbandes ist. Diese Wettbewerbe seien kein Selbstzweck, so GenMaj Bernd Schütt, Kdr. 10 PzDiv., sondern schulen für den Einsatz der Soldaten wichtige Fähigkeiten, wie physische und psychische Belastungsfähigkeit, sowie Teamgeist und das unter Wettkampfbedingungen. Insgesamt nahmen rund 500 Sportler aus 10 Nationen daran teil.

Noch hat er gut lachen

Für den „Skizug“ der RSUKp Obb war es selbstverständlich, die Fahne der RSUKr bei dieser Meisterschaft hoch zu halten, haben doch viele Soldaten der Kompanie das Soldatenhandwerk bei der 1. Gebirgsdivision erlernt. Als erstes stand der Riesenslalom auf dem Programm. Bereits hier konnte Maj d.R. Artur Landenberger, ZgFhr UstZg RSUKp Obb, mit Platz zwei seinen ersten Podiumsplatz erringen. Einen Tag später reichte es im Skitourenwettkampf zur Bronzemedaille. Hier mussten die Wettkämpfer 472 m zum Gipfel des Großen Arbers mit Fellen an den Ski hoch klettern, bevor sie auf einer steilen kurzen Abfahrt ihr skifahrerisches Können unter Beweis stellen mussten.


Doch anstatt des Ziels wartete auf die Soldaten noch eine ca. 1,5 km lange Skatingstrecke, auf der die letzten Reserven gefordert waren. Nach insgesamt 7,1 km gewann der Heeresbergführer StUffz d.R. Franz Grunwald die Silbermedaille in seiner Klasse.

Bis zum letzten Schweißtropfen

Am Donnerstag stand für die Mannschaft der RSUKp Obb die Militärpatrouille auf dem Programm. In der Besetzung Maj d.R. Landenberger als Patrouillenführer, OTL d.R. Renger, OStFw d.R. Ruttor, StUffz d.R. Grunwald, OSG d.R. Kunze und SG d.R. Niedermeier gingen die Oberbayern an den Start, nachdem der Führer sich mit der Mannschaft bei BrigGen Dotzler, Kdr Lkdo Bayern und OTL Claus stv. Kdr. RegStab Süd, meldete. Mit den Fellen unter den Ski ging es in den ersten Anstieg bis zum höchsten Punkt, wobei 89 Höhenmeter zu überwinden waren. Dort wurden die Felle abgenommen und weiter ging's in die Abfahrt.
Im Aufstieg

Kurz vor der ersten Station, Handgranatenwerfen, wartete noch ein kleiner Anstieg. Fünf Soldaten mussten unter der Leitung des Führers drei Handgranaten in einem Zielkreis von 2 m Durchmesser in einer Entfernung von 15 m platzieren. Bedingung der Übung waren insgesamt zwölf Treffer, für jeden Treffer weniger, gab es 15 Strafsekunden obendrauf.



Direkt danach erhielt jeder Soldat ein Magazin mit fünf Schuss, der Patrouillenführer leitete den Feuerkampf. Jede Fahrkarte hatte 30 s Strafzeit zur Folge. Geschossen wurde liegend auf dem mitgeführten Rucksack aufgelegt mit einem durch ein Einsteckrohr auf Kleinkaliber modifizierten G3 auf die Scheiben des Biathlonschießstandes.

Das Ziel fest im Visier

Daraufhin wartete die zweite Runde von knapp vier Kilometer, identisch mit der ersten auf die Wettkämpfer. Am Ende dieser Runde galt es den UT 2000, eine Universaltrage, die auch als Rettungsschlitten genutzt werden kann, möglichst schnell vorschriftsmäßig zu montieren und einen „verletzten“ Kameraden über eine Runde von ca. 600 m ins Ziel zu ziehen. Die Mannschaft kämpfte bis zur Ziellinie und erreichte den fünften Platz.



Weitere Platzierungen der RSUKp Obb: Riesenslalom AK I: 5. Platz OSG d.R. Kunze. AK III: 4. Platz StUffz d.R. Grunwald, 5. Platz Lt d.R. Scheller. AK IV: 4. Platz OTL d.R. Renger.
Skitourenwettkampf AK I: 7. Platz OSG d.R. Kunze. AK III: SG d.R. Niedermeier.

Text und Bilder: Scheller Lt d.R.


Training Riesenslalom


Vorbereitung auf die Militärpatrouille






Herr OTL, das Gewehr entspricht den Regeln


Aggressiv am Tor




Gut gewachst ist halb gewonnen




Melden uns ab!


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Eine tolle Leistung, wie ich meine - Glückwunsch!! 
(Bin selbst leider nie wesentlich über das "Pflug-Fahren" hinausgekommen ;-)



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Aufgefallen:

Deutschlandfunk: Die Terrorgefahr in Deutschland ist real (Podcast)

Tagesschau.de: Nehmen, was übrig bleibt
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TV-Tipp Dienstag:

Tele 5: 2015 - 2255: Myn Bala - Krieger der Steppe (Historienabenteuer)


1 Kommentar:

  1. Kompliment an Lt. Michael Scheller. Schön und trefflich geschrieben. Genau so war es . Im nächsten Jahr dann in BGL :-) MkG Fabian

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