Donnerstag, 26. Februar 2015

"Ein Paradigmenwechsel in der Außenpolitik steht bevor"


Also, auch wenn Auslandseinsätze mit Sicherheit nicht unser Thema sind, hat mich dieser Artikel im 'Cicero' gestern Nachmittag doch derart geplättet, dass ich ihn an dieser Stelle thematisieren möchte - bemerkenswert. Zunächst wenigstens!

Wenn das Ergebnis dieser "außenpolitischen Läuterung" allerdings das Gleiche ist, wie das der vermeintlichen Sicherheitspolitischen vor Jahresfrist in München, dann war's halt doch wieder nur heiße Luft.

Warten wir's ab .....

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (Foto: Wikipedia.org)

Einige Zitate:
Deutschland reagiere nur zögerlich auf Krisen, es handele einerseits „skrupellos realpolitisch“ und andererseits „naiv und idealistisch“. So steht es in einem Expertenbericht des Auswärtigen Amtes. Ein Paradigmenwechsel in der Außenpolitik steht bevor.
Jetzt liegt der Abschlussbericht vor unter dem kryptischen Titel: Krise – Ordnung – Europa. Außenpolitik weiter denken. Es sind 50 Seiten teils scharfer Kritik an der bisherigen deutschen Außenpolitik, die der Außenminister an diesem Mittwoch im Kabinett, den Mitarbeitern und den Medien vorgestellt hat.
Deutschland reagiere „nur zögerlich auf Krisen“, strategisches Denken sei „schwach ausgeprägt“. Es handele einerseits „skrupellos realpolitisch“ und andererseits „naiv und idealistisch“. Es sei der Welt nicht klar, so etliche Fachleute, „was Deutschland überhaupt wolle“ ....
Die deutsche Innenpolitik stehe einer ehrgeizigeren Außenpolitik im Wege. Vermeidungsverhalten nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Sorgt für Frieden, aber mischt uns nicht in Kriege ein. Das geht so nicht mehr, kritisierte der friedliebende Kofi Annan: „Sowohl Europa als auch die Welt insgesamt erwarten von Deutschland, einen größeren Teil der Lasten der Frühverantwortung, der kollektiven Sicherheit und der internationalen Zusammenarbeit zu übernehmen.“
Steinmeier spricht selbst nicht von einer neuen deutschen Außenpolitik. Aber er schafft die Voraussetzungen, um der Welt „früher, entschiedener und substantieller“ zu helfen. Hier übernimmt er einfach die Worte, die Bundespräsident Gauck vor einem Jahr auf der Münchner Sicherheitskonferenz verwendete, und fügt hinzu: „Dabei kann zur Absicherung von politischen Lösungen auch der Einsatz militärischer Mittel geboten oder gar unumgänglich sein.“ Das müssten wir Deutschen zwar immer sorgfältig prüfen, „aber nicht reflexhaft ausblenden“.



 So, sicherheitshalber noch einmal ein Blick auf das Erscheinungsdatum ..... nein, nicht der 1. April ... und den Herausgeber ..... auch nicht der 'Postillon'!!

Ich bin gespannt ..... befürchte allerdings ... aber das sagte ich ja bereits........


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Aufgefallen:

DIE WELT: Britische Ausbilder für die Ukraine

BMVg.de: Stichwort: Hybride Kriegsführung - komplex und irregulär

Reuters: Verfassungsschutz - Deutsche müssen sich auf Anschläge einstellen
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TV-Tipp Donnerstag:

N-TV: 2005 - 2105: Die Wolfsrudel (Doku)

           2105 - 2205: Die grauen Wölfe

           2205 - 2305: Duell unter Wasser

           2305 - 0000: Die Atlantik Blockade

           0000 -         : Der Atlantikwall  






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