Mittwoch, 17. Dezember 2014

Reserve aktuell: Ärztliche Begutachtung von RSU-Kräften






Am Montag ist bereits Ausgabe Dezember 2014/5  von 'RESERVE aktuell' herausgekommen.

OTL Kai Gudenoge (Quelle: Luftwaffe/Fabian Esser) 


Es stellt sich als neuer Redakteur vor, OTL Kai Gudenoge, der
"... uns auffordert und bittet, gemeinsam mit dem Redaktionsteam und angereichert durch unsere Erlebnisse, die kommenden RESERVE aktuell umfassend, lebendig und interessant zu gestalten und sich (insofern) auf einen interessanten Gedankenaustausch mit uns freut."
Also Kameraden: auf geht's!

Zu empfehlen wäre diesbezüglich auch öfter mal einen Blick hier in den RSU-Blog zu werfen, in dem ja immer mal wieder sehr lebendige, interessante (Foto)Berichte aus dem Bereich der RSUKr veröffentlicht werden ;-) Bisher ganz vorwiegend von "meiner" RSUKp Rheinland-Pfalz, aber das muss ja nicht so bleiben!

Herr Oberstleutnant Gudenoge führt sich mit gleich 40% RSU-Themen (4 von 10 Hauptthemen) bestens ein - vielen Dank:
  • Editorial - Grußwort Oberstleutnant Gudenoge
  • BMVg  - Mittelfränkische Sicherheitsgespräche
  • BMVg - Ärztliche Begutachtungen von Reservistinnen und Reservisten
  • BAPersBw - Die Reserve hat viele Gesichter
  • Lw - Wachsamer Falke 2014
  • LW - RK Flugdienst - Die fliegenden Reservisten
  • M - Bedeutung der Reserve in der Marine steigt
  • SKB - RSU-Kompanie in RP für den Wachdienst zertifiziert
  • SKB - Brandenburger Reservisten zertifiziert
  • SKB - Erste Bewährungsprobe der RSU-Kompanie in MV
  • Reservistenporträt
  • Kurzmitteilungen
  • Termine
Neben dem Bericht über über die Zertifizierung -ich bleibe der Einfachheit halber bei diesem Wording- besagter RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz sind mir besonders die Ausführungen von Frau Oberfeldarzt Dr. Annette Clara Frohse (BMVg) ins Auge gefallen, in denen die "Ärzliche Begutachtung von Reservistinnen und Reservisten im Bereich der RSUKr der Bw" erläutert werden.



 Ergänzend hierzu konnte ich noch folgende Infos in Erfahrung bringen:

  • RSUKr müssen alle 12 Monate aus folgenden Gründen zur Untersuchung :
    1. Weil unsere Vorhaben auch unter 14 Tagen immer mit
        körperlicher Belastung verbunden sind und
    2. wir damit auch für einen Realeinsatz einsatzbereit sind, ohne
        nochmals zur Untersuchung zu müssen.
  • Das Ausnahmeverfahren ist für manche Krankheitsbilder machbar.
  • Die Bearbeitungs-/Vorlaufzeit beim Personalamt ist 3 Monate
  •  Sofern sich am Zustand nichts ändert, ist die Ausnahmegenehmigung  bis auf Widerruf gültig.
____________________________________________
Eine Anmerkung noch zum Thema "Ruf des KC zur wiederholten Eignungsuntersuchung":

Wie an anderer Stelle bereits berichtet, wurde, bzw. sollte bei einer Reihe von Kameraden in 2014 gleich mehrfach (bis zu 3x) die medizinische Tauglichkeit überprüft werden.
Wie sich jetzt allmählich herauskristallisiert, waren in diesen Fällen dem einberufenden KC letzte Untersuchungsunterlagem einfach (noch) nicht zugänglich. Es empfiehlt sich also in solchen Fällen, dem KC zunächst eine Kopie des noch gültigen Tauglichkeitsnachweises aus den eigenen Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Dieses kann sich dann erforderlichenfalls mit dem betreffenden San-Zentrum ins Benehmen setzen.
Ich für meinen Teil zumindest, kann und möchte neben meinem aktiven RSU-Engagement nicht  noch Urlaubstage für "Luftnummern" einsetzen. Eine Freistellung für 1 Tag ist vom Aufwand her unverhältnismäßig.


Siehe auch Kommentare unten
___________________________________________

Aber auch die Artikel "Mittelfränkische Sicherheitsgespräche" und "Die Reserve hat viele Gesichter" fand ich interessant.

Insgesamt eine lesenwerte Lektüre, die aktuelle RESERVE aktuell


_________________________________________
Was mir sonst noch aufgefallen ist:

Y-Das Magazin der Bundeswehr: Noch lange kein Alteisen (sehr interessant)

 (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke)


Spiegel Online: Indien schickt erstes eigenes Atom-U-Boot auf Testfahrt

Spiegel Online: Erdogan weist EU-Kritik an Verhaftung von Journalisten zurück (Anm.: mir tun die Kameraden leid, die in dem Land noch Dienst tun müssen!)

Hamburger Abendblatt: Rubel-Panik führt Russland in tiefste Wirtschaftskrise

DIE WELT: USA kündigen neue Sanktionen gegen Russland an (Anm.: dürfte fast nicht mehr nötig sein - das selbst verschuldete verlorene Vertrauen internationaler Investoren und die Ölpreisentwicklung dürften Putin "neue Einsichten" bescheren)

The New York Times: A Desert War on ISIS - Fought From a Floating City

DIE WELT: Gefährliche Vogelgrippe in Niedersachsen

___________________________________


TV-Tipp Mittwoch:

Kabel 1: 2015 - 2245: Das Netz (Onlinethriller mit Sandra Bullock)

              2245 - 0110: Falling Down - Ein ganz normaler Tag (genialer Film mit Michael Douglas)

N24:      2005 - 2105: Die Brücke von Remagen (Doku)

Phoenix: 2245 -0010: War Photographer (preisgekrönte Doku)

Kommentare:

  1. Heißt das als Mitglied der RSU muss ich mich selbst darum bemühen, alle 12 Monate untersucht zu werden, oder kommt das Karrierecenter automatisch damit auf mich zu?

    Bei mir ist es nämlich schon mehr als 12 Monate her und ich habe nichts mehr von denen gehört, obwohl ich beordert bin. Andererseits steht im Artikel, die nötigen Grunduntersuchungen würden "durch das Karrierecenter initiiert und durchgeführt", was ich so lesen würde, dass das von denen ausgeht und ich mich nicht selbst zu kümmern habe. Was ist nun richtig?

    AntwortenLöschen
  2. Gute Frage, die ich leider auch nicht beantworten kann. Ich lese auch, dass die regelmäßige Initiative der 12-Monats-Untersuchungen vom KC auszugehen hat. Es wird aber weiter ausgeführt:

    "Erfolgte eine Grunduntersuchung innerhalb der letzten 12 Monate, genügt eine (schriftliche) Befragung. Bei längerem Zeitabstand zur letzten Grunduntersuchung kann eine auf wesentliche Untersuchungsabschnitte beschränkte Grunduntersuchung als
    Einstellungsuntersuchung erfolgen."
    Es ist also grundsätzlich schon an den Fall gedacht, dass da ein Beorderter zu einer (bei den RSUKr i.d.R. fordernden) RDL herangezogen wird, der in den letzten 12 Monaten nicht zur Untersuchung befohlen wurde. Wie sich das dann im Einzelnen mit der gerade anstehenden RDL verträgt, will ich mal dahin gestellt sein lassen. Ich denke bspw. an eine Wochenend-Blockausbildung als RDL. Welcher Truppenarzt wollte da wohl eine auch nur beschränkte Grunduntersuchung durchführen?
    Was ich auch nicht weiß, ist, ob die KCs ggf. eine Heranziehung verweigern (können), wenn der Grunduntersuchungsnachweis abgelaufen ist. das gilt übrigens auch für den Nachweis des Kompetenzerhalts beim EEH A ?

    Meine derzeitige, weder repräsentative, noch belegbare Wahrnehmung zumindest hier in unseren Bereich ist, dass das zuständige KC eher zuviel, als zuwenig einberuft.

    Trotzdem warte ich auf den Tag, an dem ein KC/ein Anforderungstruppenteil eine RDL verweigert, obwohl die Verwaltung selbst die rechtzeitige Einberufung zur Untersuchung verbummelt hat  Ich für meinen Teil plane nicht, neben der allgemeinen Terminüberwachung (z.B. Auffrischung EEH A und die immer neuen Einverständniserklärungen zu den RDLs) und den ständigen Reibereien mit Arbeitgeber und Haushaltsvorstand, auch noch die IMHO in viel zu kurzen Zeitabständen geforderten ärztl. Untersuchungen zu überwachen.

    Dazu hatte ich irgendwo (weiß nicht mehr wo) aufgeschnappt, dass das KdoTA darüber nachdenkt, darauf hinzuwirken, den 12- Monatsturnus auszudehnen. Ich kann nur im Interesse Aller hoffen, dass das geschieht und auch durchgeht. Ich vermag mir im Moment den RSUKr-Schwund, der dadurch entsteht, dass irgendwann viele einfach keine Lust mehr haben, sich alljährlich auf den Kopf stellen zu lassen, noch nicht recht vorzustellen.

    Ich erinnere an dieser Stelle nochmals, dass das, was uns Reservisten abverlangt wird, so von keinem Aktiven gefordert wird.!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Kameraden,

      bei der Bundeswehr ist alles in Vorschriften oder Weisungen geregelt.

      1. Das KC führt nur die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der gesundheitlichen Eignung für eine Beorderung durch.
      2. Grundsätzlich muss nach Anritt einer RDL untersucht werden sofern die letzte Untersuchung länger wie 12 Monate her ist:
      - Wer länger als 14 Tage übt
      - Wenn die RDL eine körperliche Belastung beinhaltet
      z.B. Truppenübungplatzaufenthalt
      - Personen bei denen eine gesundheitliche Störung seit der
      letzten Untersuchung aufgetreten ist.

      Für alle anderen RDL reicht der ärztliche Befragungsbogen aus.

      Für die Untersuchungen ist der zuständige SAN-Bereich des Einberufungstruppenteiles zuständig . Also nicht das KC !

      Im Hinblick auf die Einsatzbereitschaft der RSUKp ist aber anzustreben, dass die Soldaten immer über einen 90/5er verfügen der nicht älter als 12 Monate ist.
      Grund:
      Bei einem Realeinsatz kann man sich so die ärztliche Untersuchung im Vorfeld sparen.
      Da RSUKp in der Regel ja mindestens einmal im Jahr ein Vorhaben durchführen bei denen eine Untersuchung notwendig ist, bietet es sich an für den überwiegenden Teil der Soldaten so einen regelmäßigen Untersuchungsrhytmus einzuführen.

      Löschen
  3. Danke für die Klarstellung/Ergänzung, die, was die Zuständigkeit der turnusmäßigen Grunduntersuchungen und deren Initiierung angeht, allerdings schon im Widerspruch zu dem steht, was gerade vom BMVg veröffentlicht wurde - insofern: Alle Klarheiten beseitigt!! :-) Bleibt einmal mehr festzustellen, dass es für Otto-Normalreservist schwer bis unmöglich ist, sich in dem Dschungel der Vorgaben zurechtzufinden, respektive korrekt zu verhalten. Gerade auf die einschlägigen Vorschriften und Weisungen hat er nämlich keinen Zugriff.

    Was bleibt uns? Zurücklehnen und abwarten, was da kommt .....

    AntwortenLöschen
  4. Soviel zum Plan...!
    Tatsache ist jedoch weiterhin, daß sich beim Eintreten in eine Dienstleistung die Sanitätstruppe auf den Reservisten stürzt und das liebgewonnene Procedere durchführt.In vielen Fällen meist unnötig und dem Bestreben geschuldet nur ja nichts zu unterlassen was eine spätere WDB rechtfertigen würde. Die Begründung ist natürlich in den allermeisten Fällen immer die fehlende verfluchte G-Akte die sich irgendwo auf dem Kreislauf zwischen dem Leichenkeller des KC und den u.U. wechselnden Übungstruppenteilen befindet. Leider musste ich feststellen, dass es in einzelnen Fällen tatsächlich Monate dauerte bis die G-Akte wieder auftauchte. Im Bericht wurde ein Kamerad erwähnt der 3 Untersuchungen nach 90/5 durchlaufen hatte. Dies ist jedoch leicht zu steigern. In meinem persönlichen Rekordjahr 2010 durfte ich 9x an einer Untersuchung nach 90/5 teilnehmen weil im Rahmen einer EAKK die Lehrgangstruppenteile ständig wechselten. Bei einer solchen Vorgehensweise kommt denn beim zur Untersuchung heranstehenden Reservisten schon mal der Gedanke an deren Sinnhaftigkeit auf. Es sei hier eindeutig klargestellt, jeder ist für eine begründete und sinnvolle Prävention in Gesundheitsfragen der Reservisten, aber manchmal habe ich den fatalen Eindruck (sicherlich subjektiv), dass die Grenzen zum Unfug neu ausgelotet werden müssen. Im September 2014 beim Aufenthalt in Baumholder fragte ich einen sichtlich beleibten Kameraden der aktiven Truppe, der schwer keuchend zur Unterkunft zu gelangen versuchte (ohne Ausrüstung, er kam aus der Truppenküche) wie er denn so beim jährlichen vorgeschriebenen PFT abschneide ? Seine Antwort verblüffte mich einigermaßen, "Och, das gleiche ich alles mit dem Fahrradergometer aus,bei uns in der Einheit ist das ganz leicht"...! Na,dann ist ja alles klar.
    MkG
    Zugführer

    AntwortenLöschen
  5. Dieser Artikel ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Jedoch sehr gut geschrieben und ich stimme mit allem. Mein Kompliment an den Autor!

    AntwortenLöschen