Mittwoch, 26. November 2014

Mindestsatz mitnehmen!


Heranziehungen zu Reservedienstleitungen gibt es ja bspw. durchaus auch für den 2-tägigen RSU-Blockunterricht am Wochenende.

Ich, der ich das große Glück habe, an Wochenenden nicht (Schicht) arbeiten zu müssen, beantrage natürlich für eine solche Ausbildungseinheit keine Freistellung bei meinem AG  - von was auch (Anzeigen tue ich es meinem AG aus formalen Gründen).
Mein Arbeitgeber bezahlt mich sowieso weiter, den Papierkram mit der Unterhaltsicherungsbehörde kann ich mir sparen - dachte ich!

Man kann sich das in der Tat sparen, sollte es aber keinesfalls tun!

Wie ich auch erst seit kurzem weiß, kann man mit dem bekannten, jeder Heranziehung beiliegenden, Vordruck in solchen Fällen dennoch Unterhaltssicherung beantragen und zwar den "Mindessatz in Höhe € von 25,--/Tag". Man füllt das gewohnte Formular wie gehabt aus und kreuzt einfach unter Punkt 2.4 die

"Mindestleistung nach ³ 13 c Abs 3 USG (z.B. Studenten ohne Arbeitseinkommen; Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber das Arbeitsgeld während der Wehrdienstleistung fortzahlt)" an.

Das macht für ein Ausbildungswochenende schlappe 50,- Doppelmark -gegen ein Briefporto.
Und arglose Zeitgenossen, wie ich, die auch noch 3 stramme Steuerzahler in die Welt gesetzt haben, erhalten gegen entsprechende Nachweise gar 30,- Dinger pro Tag! Da gibt's nichts zu meckern!!

Eine Arbeitgeberbescheinigung (Verdienstausfall) entfällt logischerweise ersatzlos (fällt ja nichts aus!).

Sollte jeder, der in Frage kommt machen! Nutzt die Kohle und geht mit der Holden anschließend zum Essen. Das schmeckt gut, macht satt nach dem Tütenfutter am Wochenende und gibt vor allem Punkte bei der Regierung für den nächsten Antrag auf Teilnahme bei einer Reservedienstleistung!




Beantragen kann man das Geld übrigens noch bis 3 Monate nach der betreffenden RDL.
___________________________________________________
Nachtrag:

Es sind nach Erscheinen dieses Beitrages verschiedene Hinweise bei mir eingegangen:

Zum Einen wurde angemerkt, dass dieser Mindestsatz nicht für Beschäftigte im öffentlichen Dienst gilt. Dies ist absolut korrekt. Ich hatte es nur nicht erwähnt, weil es so exponiert auf dem Vordruck vermerkt ist, dass man es nicht übersehen kann.

Zum Zweiten wurden grundsätzliche, formaljuristische Bedenken angemeldet, z.B. was die "Freiwilligkeit der der Zahlung durch den Arbeitgeber" angeht. 
Um hier jedweder Unwägbarkeit aus dem Wege zu gehen, empfehle ich insofern jedem Antragsteller, kurz mit der Unterhaltsicherungssbehörde abzustimmen, ob im vorliegenden Einzelfall die Antragsberechtigung vorliegt. Den Ansprechpartner kann man dem letzten Bescheid entnehmen.

Am Rande sei vermerkt, dass ich mir das oben beschriebene Procedere nicht ausgedacht habe, sondern wir auf die Möglichkeit in diesen Fällen ausdrücklich hingewiesen wurden.
Gleichwohl handelt es sich hier um einen privaten Blog eines Laien. Selbstverständlich kann ich für nichts, was ich hier von mir gebe - einewie auch immer geartete Gewähr übernehmen!

___________________________
Was mir sonst noch aufgefallen ist:

Pfalz Express: Allianz gegen IS kommt erstmals zu Treffen zusammen

DIE WELT: Sanktionen und Öl kosten Russland 140 Milliarden
(merkwürdig nur, dass Putin so freimütig von seinen wirtschaftlichen Problemen berichtet!?)

DIE WELT: Regin - Ein Computervirus, so mächtig, wie keines zuvor
___________________________



TV-Tipp Mittwoch:

Bayern: 2200 - 2245: Die zweite Hinrichtung des Georg Elser (Geschichtsdoku)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen