Freitag, 17. Oktober 2014

RSUKp RP zur historischen Weiterbildung in Verdun



Am vergangenen Wochenende machte sich die RSUKp RP auf, zu einer militärhistorischen Weiterbildung nach Verdun. Der Beginn des 1. WK jährt sich dieses Jahr zum 100. Male.

Die Schlacht um Verdun war eine der größten Schlachten des ersten Weltkrieges und gilt als eine der ersten großen Materialschlachten der Geschichte.

Als Grundlage meines kleinen Bilderberichtes stütze ich mich auf die Textdokumentation, wie sie auf unserer Landesseite des VdRBw veröffentlicht wurde.
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Neben den militärischen Grundfertigkeiten gehören heute auch eine angemessene Politische- und Historische Bildung zum Handwerkzeug eines Reservisten der Bundeswehr im 21.Jahrhundert. Anlass für eine Weiterbildung der RSUKp Rheinland-Pfalz auf den Schlachtfeldern von VERDUN am 11.Oktober 2014.
Ausbildungsziele: 
- Reflexion von historischen Ereignissen mit dem Ziel, Lehren für die Zukunft zu gewinnen.
- Qualifikation zur Wahrnehmung der Mittlerfunktion
- Beitrag zur Förderung der Deutsch- Französischen Freundschaft

Ankunft der verstärkten Abordnung der RSUKp RP im Argonner Wald


Die Anhöhe von Vauquis in den Argonnen als Zentrum des Minenkrieges, ist der erste Anlaufpunkt der Besuchergruppe. Bereits am 24.September 1914 besetzen deutsche Truppen die auf einem Hügel gelegene Ortschaft Vauquis. Am 4.März 1915 gelingt es den Franzosen nach mehreren Angriffen ebenfalls auf der Anhöhe Fuß zu fassen. Es beginnt ein Stellungskrieg in dessen Verlauf sich die Anhöhe in einen regelrechten Termitenbau mit unterirdischen Stollen mit einer Länge von über 17 Kilometern verwandelt. Von beiden Seiten werden etwa 519 unterirdische Sprengungen durchgeführt. Die einstige Ortschaft ist fortan nur noch eine gespenstische Kraterlandschaft. Sie dient heute als völlig intakter Schauplatz des 1.Weltkrieges als Kulturdenkmal.

Riesig: Kein Meteoritenkrater, sondern das Werk frz., bzw. dt. Mineure.


Die Anhöhe Vauquois - einst ein Dorf .....










Das östlich der Maas gelegene Fort Douaumont bildet den nächsten Anlaufpunkt. Kurz nach Beginn der Verdunschlacht gelingt es mehren kleinen deutschen Stoßtrupps das Fort am 25.Februar 1916 nahezu kampflos zu besetzen. Es dient den deutschen Truppen fortan als wichtiger Beobachtungsposten, Materiallager sowie Lazarett und Ruhestellung für die aus den Kämpfen zeitweise herausgelösten Infanterieeinheiten. 














Am 8.Mai 1916, das Fort ist stark belegt, ereignete sich in dessen Gewölben ein folgenschwerer Unfall. Entzündetes Flammöl führte zu einer Kettenreaktion von Explosionen innerhalb der Anlage. Dabei fallen zwischen 800-900 Soldaten dem Explosionsdruck und den Flammen zum Opfer. Da aufgrund des anhaltenden Artilleriefeuers eine begonnene Bestattung der Toten außerhalb des Forts eingestellt werden muss, entscheidet man die Leichen von 679 Soldaten in zwei  Kasematten zu legen, die anschließend zugemauert werden. 
Der heutige offizielle deutsche Soldatenfriedhof stellt den Ort für eine kleine Gedenkfeier, in der die Soldaten der RSUKp Rheinland-Pfalz aller Toten und Opfer der Kriege gedenken. Nach der Verlesung der Gedenkrede durch den Kompaniechef erfolgt im feierlichen Rahmen, eingerahmt von Fackelträgern die Niederlegung einer Gedenkschale. 


Hinter dieser Mauer (Bildhintergrund) ruhen 679 deutsche Kameraden - RIP!








Der Kompaniechef Major d.R. Heisam El-Araj gedenkt den Gefallenen 





Beklemmende Stimmung in den Kasematten der Festung Douaumont. Nicht nur während unserer Gedenkveranstaltung. Die sich anschließende Führung durch die Gewölbe ließ erahnen, was für ein Leben die Kameraden seinerzeit dort fristeten. Dabei waren die Soldaten heilfroh, hier einmal ein paar Tage oder auch nur Stunden dem draußen tobenden Wahnsinn entkommen zu können. Zeitweise schlugen die Granaten der Franzosen im Bereich der Festung im 20 Sekunden-Takt ein!


Den Abschluss der Fahrt bildet der Besuch des 1932 eröffneten Beinhauses von Douaumont und des angrenzenden Bajonett-Grabens, um den sich seit Kriegsende eine Reihe von Legenden rankt.


Das Ende des ersten Weltkrieges errichtete Beinhaus - Grab-, Denk- und Mahnmal. Es wurden hier die unzähligen, nicht mehr zuordenbaren Gebeine Gefallener bestattet - Berge von Knochen und Schädeln!


Im Umfeld Soldatenfriedhöfe, so weit das Auge reicht ....








Der "Bajonettgraben". Näheres dazu kann hier nachgelesen werden.


Zum Ausklang des Tages hatten die Abordnung noch kurz Gelegenheit, sich das Zentrum des Städtchens Verdun anzuschauen - neugierig, aber freundlich gemustert von der frz. Bevölkerung.

Das Abschlussfoto entstand dort ebenfalls vor einem Soldatendenkmal. Kaum hatten wir uns zu dem Gruppenfoto ausgerichtet, wurden wir sogleich auch von einer ganzen Reihe französischer Besucher abgelichtet. Ist ja aber auch eine Pracht, die RSUKp RP .... selbst in Teilen ;-) 


Gruppenbild (immer noch ohne Dame)


Ein schöner Tag unter Kameraden - interessant ... aber sehr nachdenklich machend.


In diesem Sinne ein schönes Wochenende!


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Was mir sonst noch aufgefallen ist:

FAZ: Kurden bestätigen Teilrückzug der Dschihdisten aus Kobane

FAZ: Ukraine-Winter wohl zu kalt für Bundeswehr-Drohnen

Bundeswehr Journal: Bundeskanzlerin für längeren Afghanistaneinsatz?
"Der Spiegel beruft sich auf „Teilnehmer“ der Sitzung und berichtet, die Situation der afghanischen Sicherheitskräfte beunruhige die Kanzlerin. Aus den Erfahrungen im Irak und dem dortigen Kampf gegen IS müssten ihrer Ansicht nach unbedingt Lehren für Afghanistan gezogen werden." 
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TV-Tipp Freitag

PRO 7: 2015 - 2315: The Dark Knight (BatMan)

             2315 - 0150: Hellboy (Fantasyaction)

ARD:    0310 - 0440: Himmelfahrtskommando El Alamein (Krigesfilm)


TV-Tipp Samstag:

Super RTL: 2015 - 2150: Asterix - Sieg über Cäsar

N-TV:        2005 - 0005: Unternehmen Barbarossa (Geschichtsdoku)

Phoenix:      2015 - 2145: Der Sturz - Honeckers Ende (Geschichtsdoku)


TV-Tipp Sonntag::

RTL:           2015 - 2240: Battleship (Sci-Fi-Action)

Pro 7:          2015 - 2305: Schutzengel (Thriller)

                   2305 - 0135: Shooter (Actionthriller)







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