Dienstag, 8. Juli 2014

RSU Rheinland-Pfalz: Blockausbildung III/2014


4. Juli 2014: Ausbildungswochenende der RSUKp RP - endlich!

Um 1415 wurde ich von dem gut gelaunten Kameraden OG d.R. Mathias (Maddes) Schwärzl abgeholt. Zwar nicht wie geplant mit dem RK-eigenen Iltis, aber immerhin abgeholt :-)



Bereits 100 km vor dem Ziel (Artillerieschule in Idar-Oberstein) ..... oder waren es 100 m ? ...... wurden wir unmissverständlich geleitet.




In der Rilchenberg-Kaserne angekommen, war es dann schön, wieder unter den Kameraden zu sein.

Thumbs up: Sonnyboy OG d.R. Julian von Wassenberg
neben G d.R. Detlef Doletzki und SG d.R. A. Gräf


OG d.R. Rüdiger Jacoby (immer lässig) und HG d.R. Rico Greve (immer hungrig)





Es folgte bei hochsommerlichen Temperaturen der immer etwas lästige, aber eben unumgängliche Einschleusungsvorgang.

OSF d.R. Manfred (Manni) Sax überwacht das Einschleusen


Danach schnell einchecken. Heute -die zur Verfügung stehenden Kapazitäten erlaubten es- überwiegend in Einzelstuben, was bei den Kameraden und mir ausgesprochen gut angekommen ist.

Artillerieschule-Resort: Großzügiges Einzelzimmer mit Blick ins Grüne



Um 1800 waren für den Dienstbeginn eigentlich zwei Stunden theoretischen Unterrichts in Sachen "UzwGBw & Co." vorgesehen.

Aber natürlich hatten wir heute eine ganz besondere Lage. Just um 1800 begann nämlich das WM-Viertelfinalspiel "Deutschland - Froonkreich". Kompaniechef Major d.R. Heisam El-Araj hatte sich im Vorfeld erweichen lassen und es der Kompanie ermöglicht, das Fußballspiel zu verfolgen. Allerdings als vorgezogener Ersatz für den nach der Ausbildung angesetzten Kameradschaftsabend!

Also gingen wir nicht über Los, sondern begaben uns direkt ins Unteroffizierheim!






In der Halbzeitpause (endlich) Verpflegung!


S1-Fw, HFw d.R. Stefan Biedinger serviert das Abendessen


Die heutige, wie immer erlesene, Speisefolge 



Es kam, wie es kommen musste - die Franzosen wurden nach Hause geschickt - Deutschland war im Halbfinale! Für unser Ausbildungswochenende ein Auftakt nach Maß.

"Hände hoch": Diesmal nicht bei der Stationsausbildung "Personenkontrolle"  unter 
Androhung 'unmittelbaren Zwangs', sondern bei Spielende - Halbfinale erreicht!!!


Das dicke Ende folgte nach 2000 auf dem Fuße. Selbstverständlich waren wir alle Major d.R. Karl-Heinz Gimmler, unserem Kompanie-Juristen, sehr dankbar, dass dieser sich bereit erklärt hatte, seinen juristischen Fachvortrag auch noch zu fortgeschrittener Stunde zu halten. Galt es doch, uns zusätzlich fit für den am nächsten Tag angesetzten Wachtest zu machen.



Den Kameraden steht Freitagabend um 2015 die Begeisterung ins Gesicht geschrieben ;-)


Litzenträger: Fähnrich d.R. Markus Klug (vorne) und SU d.R. mit Fw-Lehrgang Timo Neyer


 Major d.R. Karl-Heinz Gimmler während seines Vortrages ...


... und bei der Entgegennahme eines kleinen 'Dankeschön' vom Spieß, OSF a.D. Albrecht Steimer



Schnitt 


Am nächsten Morgen um 0730 ging es dann nach einem kräftigen Frühstück in aller Frische (das sommerliche Wetter hatte sich nachhaltig verabschiedet) ans Werk, sprich die vertiefende Wachausbildung.
Im September steht die Zertifizierung der Kompanie an.




Auf dem Programm standen heute 4 Ausbildungsstationen -den Wachtest einmal nicht mitgezählt- nachfolgend in der Reihenfolge, wie ich sie durchlaufen habe:


I:

Durchsuchen von zivilen Kfz: An dieser Station staunte ich nicht schlecht, was bei einer richtig durchgeführten Kfz-Durchsuchung alles beachtet werden muss - schon aus Gründen des Selbst- und Kameradenschutzes. Leitender hier war unser Afghanistan-erfahrener OSB d.R. Bernhard Gubernator. Klasse Ausbildung!!



Das Abspiegeln des Fahrzeugunterbodens ist obligatorisch, wenn auch nur ein kleiner Bestandteil des gesamten Prozederes.


Kamerad SG d.R. Christian Förderer war davon so begeistert, dass er den Spiegel gar nicht mehr hergeben wollte ;-)




II.

Trennen der Fahrzeuginsassen von einem zu checkenden Kfz., durchsuchen nach und Sicherstellung von Waffen etc.
An dieser Station führte uns HFw d.R. Markus Verhoeven vor, wie erforderlichenfalls renitente Personen fixiert und untersucht werden. Immer wieder eindrucksvolle Vorstellung des Kameraden. Wo der hinlangt, rührt sich definitiv nichts mehr!



HFw d.R. Markus Verhoeven (ganz rechts) zeigt wie's geht:
 "Wer die Schulter hat, hat den Mann!"






III.



Die Wachverstärkung beim Durchkämmen des mil. Sicherheitsbereiches nach Schusswaffengebrauch gegen die Streife.

Action!!: Hier galt es als hinzugerufene Wachverstärkung zwei bewaffnete Eindringlinge zu stellen und festzusetzen. Gleichzeitig war die Erstversorgung eines angeschossenen Kameraden sicherzustellen.

HFw d.R. Peter Rollinger (vorne) geht mit OG d.R. Stéphane Parent gegen Eindringlinge vor.  






SG d.R. Jörg Herzer sichert einen der bösen Buben (HG d.R. Stefan Rose)


Leitender HG d.R. Uwe Golsong


Zwischen zwei Durchgängen v.l.n.r.: OG d.R. Rüdiger Jacoby, HG d.R. Götz, der "angeschossene" OG d.R. Julian von Wassenberg sowie der ebenfalls Leitende und Kompanie-Sani OSG d.R. Christoph Seifert



Mittagessen



IV.

Computerunterstützte Ausbildung: Erarbeiten und Vertiefen von Grundsätzen für Wachsoldaten und Wachvorgesetzte mit Hilfe einer wirklich gut gemachten Lernsoftware.

Hier war mit vollem Bauch nach der Mittagsverpflegung der ganze Mann gefordert! :-) 



CUA (Computerunterstützte Ausbildung)


Ja ..... und dann gings zum Wachtest!!!


Nach einem fordernden Ausbildungstag trafen wir uns dann nochmals im Barbarasaal der Artillerieschule, um die erforderliche theoretische Prüfung abzulegen. Der Adrenalinspiegel ging nochmals in die Höhe !!

Die Spannung steigt ins Unermessliche - die Luft brennt!
Vor uns der Wachtest, noch umgedreht ..... gleich zählt's!


Ok, ich empfand den Test als fair und denke -auch wenn die Ergebnisse noch nicht vorliegen-, er sollte bei den Kameraden auf keine allzu großen Probleme gestoßen sein. Schaun mer mal ....

Damit war die Blockausbildung III/2014 der RSUKp RP im Grunde beendet. 

Unbedingt zu erwähnen ist noch, dass es erneut zwei Beförderungen gab. Die Stabgefreiten Volker Ernst und Ralf Jockel wurden zu Oberstabsgefreiten befördert.

Von hier aus nochmals Herzlichen Glückwunsch!!

Damit ist es jetzt auch amtlich:
  1. alle Mannschaftsdienstposten sind für OSG geöffnet
  2. dies gilt nicht nur für Aktive, sondern auch Reservisten und
  3. es ist keine Wartefrist zwischen den Beförderungen einzuhalten
Wer nach einer Beorderung die nötigen Reservediensttage beisammen hat (hier deren 12), wird im Normalfall vom Personalamt auch zur Beförderung vorgeschlagen werden.

frisch gebackener OSG d.R. Volker Ernst


dito OSG d.R. Ralf Jockel



Danke an den Chef, den Spieß und alle Ausbilder und Funktioner für dieses wieder tolle Wochenende!

Bis bald in Baumholder oder eventuell vorher in Neuwied zum Rheinland-Pfalz Tag.




(Werde die Tage den gesamten Bildersatz in großer Originalauflösung auf einen Server laden und den Link über unsere interne Facebook-Gruppe zur Verfügung stellen.)


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Was mir sonst noch aufgefallen ist: Böse, böse .....

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TV-Tipp Mittwoch: Fehlanzeige



Nachtrag: Wie soeben bekannt wurde, haben Alle (die ihn geschrieben haben) den Wachtest bestanden!


















Kommentare:

  1. Julian von Wassennberg9. Juli 2014 um 21:11

    Danke für die mal wieder tolle Zusammenfassung der Blockausbildung , sehr informativ denke ich , für die Kameraden die nicht da waren und für alle zum anschauen die super Bilder, TOP das du dir immer so viel Mühe machst , großes Dankeschön dafür :-)

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    1. Mache ich gerne, Julian, danke! Der Dank gebührt aber dem KpChef und dem LKdo, die genehmigen, dass ich überhaupt diese Bilder machen und hier veröffentlichen darf. Das dürfte absolut nicht der Regelfall sein, in der Republik!

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