Donnerstag, 20. Februar 2014

"So viel Größe sollten wir uns gönnen" - Rede von General Wieker



Generalinspekteur Volker Wieker (Quelle: Bundeswehr/Neuhaus-Fischer)


"Meine Damen und Herren, 

außen- und sicherheitspolitischer Gestaltungsanspruch muss in einer Demokratie von der Gesellschaft mitgetragen werden. 

Daher muss man für ihn werben, die Menschen dafür einnehmen und überzeugen. Das gelingt nicht immer, aber immer öfter dann, wenn Regierung und Parlament in so grundlegenden Fragen wie der Außen- und Sicherheitspolitik unseres Landes eine gemeinsame Haltung finden. 

Das berührt besonders den Einsatz von Streitkräften, die in ihrer Treuepflicht gegenüber Staat und Gesellschaft nicht nur mehrheitliche Legitimation, sondern spürbaren Rückhalt verdienen. 

So viel Größe sollten wir uns gönnen."


So endet die Rede General Wiekers, unseres obersten militärischen Führers, die er am 12. Februar anlässlich der Eröffnung der Reihe „Die Inspekteure tragen vor“ bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gehalten hat.

Eine lange Rede, die es sich lohnt, in Ruhe gelesen zu werden.

Auch wenn man sich nach meinem Verständnis immer deutlicher mit dem Gedanken einer europäischen Armee anfreundet, bleibt der General dem Prinzip "Breite vor Tiefe" treu und zwar mit folgender Argumentation:

"Denn nur dann, wenn einige Staaten breit aufgestellt bleiben werden, dann haben Partner die Chance, sich mit ihren Fähigkeiten anzulehnen oder in ein bestimmtes Fähigkeitscluster einzubringen" 

Ich frage mich allerdings ernsthaft, ob es sinnvoll ist, dass ausgerechnet Deutschland zu diesen "breit aufgestellten" Ländern gehört. Ein Land, das -ganz egal in welchem Zusammenhang- weiterhin kategorisch jeglichen Kampfeinsatz ablehnt - und sei es nur, um einen Flugplatz als Stützpunkt, Zufluchtsort und logistischen Umschlagplatz zu verteidigen.
 
Siehe hierzu auch den jüngsten Welt-Artikel  zu dem Thema.

Das Feuer der Müchener Sicherheitskonferenz, nur ein Strohfeuer?

Vielleicht sollte man ja tatsächlich Länder wie Frankreich in ihrem Bemühen finanziell unterstützen, die dortige militärische Breite zu erhalten, die dann tatsächlich auch zum Einsatz kommt. Hochnotpeinlich zwar für unser Land, aber ökonomisch höchst sinnvoll.

Just my 2 cent ....














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