Montag, 27. Januar 2014

5. Blockausbildung der RSUKp Rheinland-Pfalz erfolgreich abgeschlossen




Das letzte Januar-Wochenende stand für die Mitglieder der RSUKp Rheinland-Pfalz - und damit auch mich - unter der Überschrift "5. Blockausbildung" in Idar-Oberstein.

Die Heranziehung vom Karriere-Center war wie immer pünktlich eingegangen - ordnungsgemäß versiegelt mit Panzer-Tape!

 

Ausbildungsstätte war wie bisher die Rilchenberg-Kaserne und dort die Artillerieschule, deren Leiter der Unterstützungsgruppe, OTL Roland Sumser, nicht nur regelmäßig die öffentlichen Auftritte des Reservistenverbandes in RP mit Großgerät unterstützt, sondern eben auch die RSUKp RP mit der erforderlichen (räumlichen) Infrastruktur sowie dem nötigen Ausbildungsgerät. Auch feste Diensträume wurden unserer Einheit zztl. zur Verfügung gestellt. Das kann gar nicht genug hervorgehoben werden - vielen Dank!

 OTL Roland Sumser

 Wappen der Artillerieschule Idar-Oberstein

Für die überwiegende Zahl der eingetroffenen Kameraden erfolgte die Ausbildung im Status "Reservedienstleistung". Der Freitag Abend diente wie üblich, nach erfolgtem Einchecken und Beziehen der Stuben, ersten konkreten Ausbildungsmaßnahmen.

Auf dem Dienstplan stand die Einweisung und der Umgang mit den Nachtsichtgeräten "Lucie" und NSA80 als Aufsatz für das G36.

G36 mit Nachtsichtgerät NSA80 -Foto VdRBw


Diesen und auch weiteren Instruktionen zum Gebrauch der Signalpistole mit ihren verschiedenen Signalmunitionstypen in der Dunkelheit ohne Kunstlicht konnte ich zwar nicht beiwohnen. Sie haben aber offenkundig stattgefunden, wie nicht nur den Berichten der Kameraden zu entnehmen war, sondern ich am Folgetag beim Waffenreinigen unschwer feststellen konnte :-)


Für mich, als Mitglied einer Abordnung der RSUKp, die den Neujahrsempfang des VdRbW RP in Mainz besuchte, war die Freitagsausbildung bereits beendet, bevor sie noch begann. Gemeinsam mit dem Chef Major d.R. Heisam El-Araj, unserem Kompaniefeldwebel OSFw a.d. Albrecht Steimer sowie dem Kameraden HG d.R. Benjamin Gozdowski (dem Erfinder unseres Kompaniewappens) reisten wir um 1800 in die Landeshauptstadt ab.

Die dort versammelte Prominenz aus Politik, aktiver Truppe (Bundeswehr und Army) sowie dem Reservistenverband war beeindruckend. Ein Bericht hierzu wird es vom VdRBw zweifellos noch geben.

Bspw. waren der oben bereits erwähnte OTL Roland Sumser ebenso angereist, wie der Inspizient Reservistenangelegenheiten der Streitkräftebasis in Bonn, Oberst Michael Nold.
Persönlich besonders gefreut hat es mich, unserem Verbandspräsidenten Oberst a.D. Roderich Kiesewetter einmal persönlich die Hand schütteln zu können.
Aber auch eine blendend aussehende Julia Glöckner, Landes- und Fraktions- vorsitzende der CDU RP war angereist und bekannte sich in außerordentlicher Klarheit zur Bundeswehr und auch der Bedeutung der Reserve.

Ein großer Gewinn für den VdRBw, dass sich Oberst a.D. Joachim Sanden unmittelbar nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst  (zuletzt Leiter Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten Bw) für den Vorstand der Landesgruppe Rheinland-Pfalz hat gewinnen lassen.

Beosnders spannend für uns wurde es, als unser Kommandeur LKdo RP, Herr Oberst Erwin Mattes das Wort ergriff und u.a. die RSUKp RP mit ihrem bisher bereits Geleisteten ausdrücklich würdigte!

Gegen 0100 waren wir zurück in der Kaserne. Etwa eine weitere Stunde verbrachte ich damit, die diversen Schnarchlaute den 3 Stubenmitbewohnern zuzuordnen.

Natürlich reichen einem RSU-Soldaten 4 Stunden Ruhe locker aus, um einen nachfolgenden intensiven Ausbildungstag "auf der linken Backe" zu absolvieren! ;-)

So ging es früh am Samstag voller Elan und in aller Frische -der Winter war mit - 2° Celsius zumindest annähernd endlich eingetroffen-  auf den Standortübungsplatz, wo bereits drei Zweitonner zu Ausbildungszwecken in Stellung gegangen waren. 50 Schuß blaue, leider zu Störung neigende, Übmunition konnte jeder RSU-Soldat in schneller Schussfolge in den zugewiesenen Wirkbereich einbringen. Ausbildungsschwerpunkt war die sichere Handhabung des Maschinengewehr MG3 im Einsatz auf der Drehkranz-Lafette. Ich darf hinzufügen, es hat auch großen Spaß gemacht!

 
Die Dienstaufsicht übernahm Oberst Mattes. Wie schon bei der vorherigen Blockausbildung riss der graue Himmel auf und die Sonne strahlte, kaum dass der Kommandeur zusammen mit seinem zuständigen Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten OTL Andreas Meunier den Ort des Geschehens betraten! 

 (Foto M. Gehm)

Kurz darauf dann Antreten zum Appell vor dem Kommandeur, der erneut anerkennende Worte an die Kompanie richtete, diese aber gleichfalls für die weiteren Ausbildungsmaßnahmen mit Blick auf die im Herbst anstehende Zertifizierung in die Pflicht nahm.

KpChef meldet angetretene RSUKp RP an Kdr LKdo RP

Es folgte die Beförderung der Kameraden Pfriem zum HG sowie Cramer, Herzer und Simon zum SG - Herzlichen Glückwunsch! (leider ohne Fotos).

Und dann war es endlich soweit. Die Einführung des Kompaniewappens für die Heldenbrust .... also, den Ärmel der Feldjacke. Der Kommandeur höchstselbst ließ es sich nicht nehmen, jedem Soldaten sein Exemplar zu überreichen, das zukünftig das offizielle Wappen des LKdoRP im internen KpGebrauch ergänzen wird.  





Nach wie immer sehr ordentlicher Artillerieverpflegung -danke- folgten ausführliche Einweisungen an den Funkgeräten SEM 52 und SEM 70 sowie eine Schulung zum Thema Funkbetriebssprache mit Einzel-, Sammel- und Reihenruf.

Als Abschluss dann gegen 1700 noch eine erste praktische Unterweisung in "Waffenloser Selbstverteidigung". Wie leicht man einen Angreifer, respektive  eine sich einer Überprüfung entziehen wollende Person handlungsunfähig machen kann, wenn man es beherrscht, ist beeindruckend.



Anschließend Rückmarsch in die Vorderpfalz, nach einem Schlenker über's Badische (einen Kameraden absetzen), und Ankunft zu Hause gegen 2145. Bis das ganze Gerödel wieder verstaut und das verdiente Bier zugeführt war, war es 2300 und ich groggy!

Klasse Tag, klasse Blockausbildung, klasse RSUKp RP. Danke an Kompanieführung und Ausbilder, das Landeskommando und last not least die Artillerieschule Idar-Oberstein!


Fotos von der 5. Blockausbildung von Kamerad Fw d.R. Thomas Brammer-Türck

Das famose, auf den Bildern erkennbare, große Wappenschild hat übrigens Kamerad OG d.R. Guido Dümmel der Kompanie geschenkt

Nachfolgend noch einige weitere Fotos für die Kameraden zur persönlichen Verwendung (Rechte s.o.):














TV-Tipp Montag:

Kabel 1: 2015 - 2250:  King Arthur (Abenteuerfilm)

              2250 - 0110:  Flucht aus Absolom (Science Fiction)

3 SAT:    2310 - 0055: Die Grauzone (Drama)











1 Kommentar:

  1. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um den neu herausgegebenen Erlass zum äußeren Erscheinungsbild d. Söldaten fällt beim Betrachten der eingestellten Bilder auf, wie sehr die RSU-Kp RP diesem in Zukunft gewünschten Erscheinungsbild entspricht. Keine wallenden Haarmähnen, keine fusseligen Bärte, einheitlicher korrekter Anzug. Ein Disziplin und Geschlossenheit anzeigender Eindruck. Sehr erfreulich. Am BMI sollten einige wenige noch arbeiten.
    mkG Zugführer

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