Donnerstag, 3. Oktober 2013

RSU Rheinland-Pfalz: Bericht vom Tag der Reservisten in Trier

Vergangenen Samstag gab es -nach Kaiserslautern im Vorjahr- die diesjährige Neuauflage des 'Tag der Reservisten' in Trier. Der Volksfreund berichtete.

Hier mein kleiner persönlicher Bericht:

0345, die Nacht ist zu Ende. Das Treffen mit Kamerad G d.R Michael Neu für eine gemeinsame Anfahrt hatten wir für 0515 verabredet. Bei einer Anfahrtszeit von dann noch 1 Std. 45 verblieb genug Luft bis zur Meldung bei der OPZ in Trier.

Als wir um 0715 auf dem Trierer Viehmarktplatz ankamen, waren die Aufbaumaßnahmen noch in vollem Gange, bzw. begann die Ausgestaltung der bereits am Vortage aufgestellten Zelte - so auch des Unsrigen.







RSUKp RP hatte erstmals ein eigenes Zelt, sich zu präsentieren, das mit vereinten Kräften bald für die Darstellung der Einheit hergerichtet war.

Im Bild die Kp-Mitglieder HFw d.R. Peter Rollinger (links) und OG d.R. Thorsten Verlohner


Der Stand wurde von Oberstleutnant Andreas Meunier, zuständiger Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten beim Landeskommando Rheinland-Pfalz höchstselbst abgenommen und bis auf eine Kleinigkeit für gut befunden (Plakat wurde bereits aussortiert! :-)


(OTL Andreas Meunier mit Gattin)


Obiger Peter Rollinger hatte zu Hause einen Riesenaufwand betrieben, um den Stand maßgeblich zu einer echten Attraktion zu machen. Mit viel Liebe zum Detail und ebenso viel handwerklichem Geschick fertigte er eine Reihe Exponate, die nicht nur die Kinder begeisterten, sondern uns insgesamt über den gesamten Ausstellungstag hinweg einen steten, regen Zulauf garantierten! Hierfür wurde ich beauftragt, ihm auf diesem Wege ein großes Lob unseres KpChef Major d.R. Heisam El-Araj zu übermitteln!

Freistehende 'Dackelgarage' im Hintergrund nebst funktionsfertig angeschlossenem Feldtelefon.

Stellung für die Kleinen

Liebevoll auf bunte Holzgewehre montiert, präsentierte Peter diverse voll funktionsfähige militärische Zieleinrichtungen, beginnend mit der des K98 aus dem letzten Weltkrieg, der des G3 (mir aus meiner aktiven Zeit noch bestens bekannt), dem aktuell auf dem G36 eingesetzten Reflexvisier sowie einer verbesserten, bei den KSK eingesetzten Leuchtpunkt-Visiereinrichtung. Erstaunlich dass sich auch die Damenwelt durchaus beeindruckt von den modernen Zielhilfen zeigte. Die Holzgewehre sollten übrigens nicht der Verharmlosung von Kriegswaffen dienen, sondern jegliches Missverständnis ausschließen, wenn damit in der Gegend herumgezielt wurde. Auf diese Weise konnte auch zuverlässig die ansonsten latent drohende Schnappatmung des einen oder anderen Linken oder Grünen verhindert werden. 

Militärische Visiereinrichtungen im Zeitenwandel


Als weitere Objekte zum Anschauen und vor allem Anfassen und Ausprobieren, hatte Peter eine Reihe Gefechtshelme sowie Splitterschutz- und Level-4-Schutzweste mitgebracht. Insbesondere letztere -gut und gerne 12 kg schwer- versetzte das Publikum immer wieder in ehrfürchtiges Erstaunen!

Übrigens hatte mir die Bundeswehr auf Anfrage großzügig ein Paket der neuen Broschüre 'Die Bundeswehr im Einsatz' zukommen lassen, die gerne mitgenommen wurde. Danke dafür!






Ich hatte ein EPA besorgt und dieses zusammen mit meinem Essgeschirr präsentiert. Ebenfalls mitgeführte 'Panzerplatten' waren bald vergriffen.




OLT d.R. Hans-Joachim Schunack (in grün), RSU-Beauftragter RP und Fw d.R. Thomas Brammer-Türck, VdRBw Landespressewart, im Disput, wer zuerst die Panzerhaubitze 2000 fahren darf.


Bildmitte links: die gute Seele der Kompanie, Generalist, Allround-Organisations-Genie, Kümmerer und Gutelaunemacher HFw d.R. Stefan Biedinger, daneben rechts RSU-Kamerad OFw Heckler (nein, nicht & Koch) sowie ganz rechts mein Mitfahrer G d.R. Michael Neu.


HFw d.R. Michael Schütz (links), KreisOrg Leiter Vorderpfalz im Gespräch mit KpChef RSUKp RP Major d.R. Heisam El-Araj

Oberst d.R. Michael Sauer, VdRBw Landesvorsitzender RP mit dem Vertreter der Stadt Trier bei der offiziellen Eröffnung des Reservistentages.


Dito Oberst Rolf Stichling, Kommandeur LKdo Rheinland-Pfalz - ebenfalls ein begnadeter Redner!


Letzterer ehrt Ersteren zum 50. Jahr der Mitgliedschaft beim VdRBw!



Sternstunde: 2 Obristen, 1 Major


Und viele begeisterte Besucher und gut gelaunte Funktioner:






 
Bildmitte: RSU-Kamerad SU d.R. Timo Neyer, rechts daneben OG d.R. Götz. Etwas links hinten, die hoffnungsfreudigen RSU-Bewerber Hauptgefreiten d.R. Rupp und Hausmann, deren Adressen ich gleich mal kassierte!
Viel zu schnell verflog der kurzweilige und gleichermaßen erfolgreiche Tag und der SLT machte sich bereit, die Panzerhaubitze wieder aufzunehmen. In Marsch setzen durfte sich der Schwertransport allerdings erst ab 2200.






Den Tornado galt es in seine Parkposition zu schieben. Demontage und Abtransport -da es sich ja um keinen Senkrechtstarter handelt wie wiederholt gemutmaßt wurde- war erst für Montag 0800 genehmigt.  

Nach kurzem Beraten, ob man für den Job nicht eventuell überqualifiziert wäre, packten KpChef und Spieß OStFw a.D. Albrecht Steimer an und schoben den Jagdbomber mal eben zur Seite.







Kurz bevor für diesen Samstag endgültig Schluss war, stellte sich noch ein Hochzeitspaar ein:




Die Begeisterung über die tatsächlich nicht ganz alltäglichen Hochzeitsfotos war so groß, dass uns die Braut spontan zur späteren Einnahme einer Hopfenkaltschale in die benachbarte Römertherme einlud. Das war vielleicht ein Hallo, als wir später 5-Mann-hoch in Flecktarn die überaus illustre Hochzeitsgesellschaft in dem bombastischen Ambiente der Therme heim ..... also aufsuchten - unbezahlbar!! :-)

Wie gesagt, der Tornado durfte erst Montag wieder abreisen. Also machte Hauptfeld Retti und sein Team am Sonntag einfach nochmal auf und beglückte das erneut herbeiströmende Publikum mit ihren Erläuterungen rund um das Waffensystem. Die Schlange stand wieder bis abends 1900. Und wir von der RSU duften die drei Kameraden von der Luftwaffe nach Kräften unterstützen. War ein Riesenspaß!




Das war wieder ein grandioses, kugelrundes Wochenende rund um die RSU, den Reservistenverband und die Bundeswehr! Wir haben unzählige gute Gespräche mit der Trierer Bevölkerung geführt, konnten wieder einige Interessenten für unsere RSUKr gewinnen und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dem noch jungen Kameraden ("wie mache ich den Reservistenverband auf mich aufmerksam") wurde ebenso geholfen, wie der jungen Dame ("ist es wohl möglich, sich für den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu bewerben") und ... und ... und. Am schönsten, die vielen strahlenden Kinderaugen und begeisterte Jugendliche, aber auch ältere Mitbürger. Das macht Spaß!

Persönlich war ich erneut beeindruckt, wie durchweg positiv Reservisten und Aktive von der Bevölkerung aufgenommen wurden. Kritische oder gar böse Worte sind -zumindest bei mir- praktisch keine angekommen.

Natürlich war auch die Antimilitär-Fraktion (AGFrieden) in persona eines Ehepaares mit Kind vor Ort und verteilte Handzettel mit den -was die RSUKr angeht- jetzt sattsam bekannten Verschwörungstheorien, aber das ging unter. Merke: Die RSUKr sind Bestandteil der Bundeswehr, die als Parlamentsarmee dem Grundgesetz unterliegt - nicht mehr und nicht weniger.

Ich freue mich jedenfalls auf's nächste Jahr in Neuwied beim Tag der Reservisten 2014!

Da tut auch der erneute Anschlag gegen die Bundeswehr am darauffolgenden Montag keinen Abbruch. Wir müssen allerdings wachsam bleiben ....



 

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