Dienstag, 1. Oktober 2013

RSU NRW: Bericht über die erste Zusammenziehung des Führungspersonals der 3 RSUKp


Kamerad SU d.R. Andreas Hellen von der RSUKp RUHRGEBIET schickte mir seinen folgenden schönen Bericht von der ersten Zusammenziehung des Führungspersonals aller drei NRW-RSU-Kompanien am 12. - 15.09. in Augustdorf zur Veröffentlichung:

Dortmund, den 18.09.2013
 

Eindrücke aus der ersten Zusammenziehung des Führungspersonals der RSU-Kräfte NRW, Augustdorf 12.09. bis 15.09.2013


Nach langer Vorbereitungszeit und der im Juni erfolgten Aufstellung der drei NRW-RSU-Kompanien Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen war es nun endlich soweit. Die erste Zusammenziehung zur Auffrischung, der teilweise vor langer Zeit erlernten Kenntnisse im Wachdienst, stand nunmehr an. Kameraden ab Dienstgrad Unteroffizier, reisten am Donnerstag den 12.09. in die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf an.


Bereits am Meldekopf erspähte man bereits bekannte Gesichter und knüpfte nach Erledigung aller Formalitäten weitere Kontakte. Nach Verzehr von Schnitzel und Kartoffelsalat wurden wir durch den Leitenden OTL Mitscher begrüßt und in den bevorstehenden Übungsplatzaufenthalt eingewiesen. Der Dienstplan versprach ein umfangreiches Programm und kurze Nächte.


Nach der erwarteten kurzen Nacht, welche wir spartanisch in den britischen Normandy-Barracks verbracht hatten (20-Mann-Zimmer), verlegten wir wieder zurück nach Augustdorf und frühstückten zusammen mit den erstaunten aktiven Soldaten.
Das weitere Tagesprogramm für den Freitag bestand aus Waffenausbildung am G36 und an der P8 (Zerlegen, Zusammensetzen, Anschlagsarten), Schulschießen (G36-S-1, G36-S-3 und P-S-1, P-S-2), welches durch das hervorragende Ausbildungspersonal kompetent vermittelt worden ist. Der Spaß blieb dabei ebenfalls nicht auf der Strecke, was der zeitweise einsetzende Regen auch nicht ändern konnte. Selbstverständlich durfte an diesem Tage  nicht die Station ABC-Ausbildung fehlen.


Die Erlebnisse des gelungenen Ausbildungstages konnten am abschließenden und kompanieübergreifenden Kameradschaftsabend untereinander ausgetauscht werden. Auf ein leckeres Stück Grillfleisch sowie eine oder vlt. zwei Flaschen Krombacher-Bier hatten wir uns schon den Tag über gefreut... Wieder zurück in die Normandy-Barracks. Das Einschlafen fiel uns heute leicht.
Der Schlaf wurde erneut nach nur wenigen Stunden durch den Spieß beendet. Auf uns wartete Wachausbildung. Wachschießen (G-W-1 und P-W-1) haben alle schnelle bestanden. Abwechslung boten weitere Stationen wie Fahrzeugkontrolle, Personenkontrolle und -wer mochte – noch einmal P-S-2. Die Praxis beherrschten wir jetzt wieder. Um unsere theoretischen Kenntnisse ebenfalls aufzufrischen erwartete uns nach einer deftigen Erbsensuppe ein Unterricht zum Thema Wachausbildung, welchen Hauptmann Piehler im Brigade-Filmsaal abhielt. Sein Talent, durch eine unterhaltsame und informative Unterrichtsgestaltung, die müden Soldaten wach zu halten, begeisterte uns alle sehr –Applaus!
Uns erwartete im Anschluss der neu eingeführte BFT-Sporttest: Basic-Fitness-Test.
Den  Respekt augenscheinlich ungeübter Kameraden verschafften sich alle bestehenden Pendelläufer, Klimmzug-Absolventen und 1.000m-Läufer. Einziger Wemutstropfen: ein Kamerad scheiterte knapp an einer Disziplin. Das sehr gute Gesamtergebnis wurde hierdurch jedoch kaum geschmälert…


Abschließend hielt der Dienstplan für die Kompanie-Chefs eine z.b.V.-Zeit bereit, in der ein Zwischen-Resümee gezogen und kommende Ausbildungsvorhaben sowie organisatorische Dinge angesprochen wurden. Erste Ideen für ein Kompanie-Abzeichen wurden skizziert.


Nach unserem -zunächst letzten- gemeinsamen Frühstück wurden wir in der Vorgesetztenverordnung unterrichtet. Auch hier erinnerte man sich schnell an bereits erlerntes –auch wenn mancher Beispielsachverhalt nicht sofort gelöst werden konnte.
Heute wurde nur bis mittags unterrichtet. Vor der Mittagsverpflegung erhielten alle Teilnehmer der Führer- und Unterführerzusammenziehung ein großes Lob des leitenden Oberstleutnant Mietscher, welcher bzgl. Leistung und Motivation den Vergleich zur aktiven Truppe nicht scheute.


Trotz der stärker werdenden Müdigkeit fiel der nahende Abschied nicht ganz einfach. Der zunehmende Zusammenhalt weckte schon jetzt große Vorfreude auf das geplante Wiedersehen im November –dann mit Volltruppe.


Sonntagnachmittag reisten wir mit dem erlebten wieder zurück in unsere „Heimatstandorte“. Das Zivilleben hat uns erst einmal wieder.
Bis zum nächsten mal.

  

SU Andreas Hellen –Kompanie „Ruhrgebiet“.

(Foto: Teilnehmer der RSUKp Ruhrgebiet)

Vielen Dank, Andreas, das finde ich klasse und empfehle es erneut zur Nachahmung!



TV-Tipp Dienstag:

Phoenix 2015 - 2145: Hinter den Kulissen der Macht (so lebte das Politbüro in der DDR)

Kommentare:

  1. Auf dem Bild sind nur die Teilnehmer der RSU-Kp "Ruhrgebiet" zu sehen.

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    1. Danke, hatte mich insgeheim etwas gewundert, ob der Anzahl der Leute für 3 Kompanien!

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