Dienstag, 4. Juni 2013

RSU Thüringen: Erster RSU-Einsatz auf Freiwilligenbasis läuft heute an!

Gestern erreichte mich ein klärender Anruf, dass es angesichts im Raume stehender verwaltungstechnischer und organisatorischer Themen (Einkleidung, Transport, Unterbringung, Verpflegung etc.) höchst unwahrscheinlich sei, dass (unsere) RSUKr im Rahmen der derzeitigen Lage -zztl. ist die Rede vom "Jahrtausenhochwasser"- eingesetzt werden.
Die bereits an anderer Stelle geäußerter Einschätzung, wonach RSUKr grundsätzlich als Ersatz für Ersteinsatzkräfte vorgesehen sind ("10-Tage-platt" Szenario) wurde bestätigt.
Bleibt zu hoffen, dass die nachvollziehbar offenen Fragen temporärer Natur sind und bald einer zufriedenstellenden Lösung zugeführt werden.

Unabhängig davon war beim VdRdBw nachzulesen, dass beim Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin, als oberster Kommandobehörde der Bundeswehr für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) im Katastrophenfall, "zurzeit die Möglichkeiten und Verfügbarkeiten der neuen RSU-Kompanien geprüft und zusammengestellt werden".
Wir sind gespannt auf das Prüfungsergebnis, das hoffentlich auch der Basis bekannt gemacht wird

Gestern Abend dann die Bestätigung aus Thüringen: Heute rücken insgesamt 17 RSU-Soldaten zusammen mit und unter dem Kommando deren Patenverbandes zum Einsatz aus. Allerdings handelt es sich dabei durchweg um Freiwillige (oder Selbständige), die das irgendwie mit ihrem Arbeitgeber geregelt haben. Ein Kamerad berichtet gar, dass er seinen Einsatz zugesagte, obwohl die finale Entscheidung seines AG noch nicht vorliegt, was zweifellos honorig von der Einzelperson ist, insgesamt jedoch IMHO keine befriedigende Ausgangslage für alle abhängig Beschäftigten darstellen kann!

M.E. besteht hier dringend (Auf)Klärungsbedarf, was die arbeitsrechtliche Seite angeht. Wann genau greift denn nun der Arbeitsplatzschutz? Hatte mich deswegen vor einiger Zeit an den Verband gewendet.

Fakt ist, dass Teile der RSUKr Thüringen heute wenigstens in Halbzugstärke zu Hilfeleistungen im Innern  nach Sachsen ausrücken., wobei es den anpackenden KpChef RSUKp Thüringen, Hauptmann d. R. Mathias Werner, offensichtlich überhaupt nicht anficht, hier momentan nur die Rolle des "Quasi-Zugführers" zu spielen. Die Thüringer Kameraden haben dabei "das Glück", sich an den ohnehin verlegenden Patenverband anhängen und dessen Infrastruktur mit nutzen zu können.

Viel Glück, Kameraden!! Berichtet bitte von Eurem Einsatz.

(KpChef RSUKp Thüringen geht von Haranziehungsbescheiden zum Reservistendienst nach § 6c WPflG aus).

Vielleicht ist diese neuerliche Katastrophe -und es vergeht ja kaum ein Jahr, dass nicht irgendein "Jahrhundertereignis" eintritt- wenigstens dazu geeignet, dass sich die militärischen, insbesondere aber auch politischen Verantwortlichen Gedanken darüber machen, wie effektive, heißt unkomplizierte Katastrophenhilfe auch durch Reservisten der Bw (wieder?) möglich wird! 

Zurzeit ist diesbezüglich sehr viel Frust unter den Kameraden spürbar, was vermutlich kein sonderlich guter Nährboden für zunehmendes Engagement in diesem Bereich ist.



Btw: gestern übersprang der hiesige Zähler die 50k-Marke - danke dafür!! Die RSU-Facebook-Gruppe hat aktuell eine Stärke von 300 erreicht.

TV-Tipp: Dienstag N24

2115 - 2310: Deutsche Panzertechnik - Der Leopard 

1 Kommentar:

  1. Ich dem Landeskommando meine Bereitschaft zur Hilfeleistung mitgeteilt, jedoch bisher ohne Rückantwort.
    Meines Erachtens ist das mit der RSU und deren Einsatz noch nicht richtig durchdacht. Man sollte vorbeugend handeln um Schlimmeres zu verhindern und nicht die RSU alarmieren und losschicken, wenn bereits sämtliche Straßen und Häuser unter Wasser stehen.

    MFG Matze

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