Donnerstag, 27. Juni 2013

RSU Rheinland-Pfalz: Ausbildung zum Ersthelfer A



Meinen kleinen Bericht über den kürzlich absolvierten Lehrgang zum Ersthelfer A (Alpha) hatte der Verband der Reservisten bereits veröffentlicht - vielen Dank dafür!

Möchte ihn aber an dieser Stelle, insbesondere mit noch ein paar mehr Bildern, nochmals bringen. Die Ausbildung war wirklich interessant, kurzweilig gemacht und ich habe das Gefühl, wirklich etwas für einen medizinischen Notfall mitgenommen zu haben. Ich hoffe zwar nicht, dass ich in die Situation komme, aber falls doch, werde ich beherzt mein Bestmögliches geben!



Sanitätsausbildung zum Ersthelfer A in Germersheim

Bei strahlendem Wetter versammelten sich am Samstag, den 8. Juni, eine Gruppe Reservisten in Germersheim zur zweitägigen Sanitätsausbildung. Treffpunkt war das Sanitätszentrum Germersheim in der General-Hans-Graf-Sponeck-Kaserne. 

Die Ausbildung zum „Ersthelfer A“ ist obligatorisch für alle für einen Auslandseinsatz vorgesehenen Soldaten, aber auch Pflicht für alle Mitglieder der gerade im März neu aufgestellten RSUKp RP. So wunderte es nicht, dass sich die Mehrheit der Lehrgangsteilnehmer aus letztgenanntem Bereich rekrutierte. Es hatten sich aber auch weitere, beorderte und nicht beorderte Kameraden zu diesem hochinteressanten Lehrgang eingefunden.

Die umfassende Ausbildung, die den Absolventen zum „besonders geschulten und befähigten“ 
Ersthelfer macht, beinhaltete abwechselnd theoretische und praktische Abschnitte. Die Rechtsgrundlagen aus StGB und Soldatengesetz wurden eingangs ebenso behandelt, wie dann die grundlegenden Betrachtungen u.a. zu Anatomie und Funktion der Atemwege und des Herzens.

Breiten Raum nahmen naturgemäß die Bereiche Blutstillung und Herz-Lungen-Wiederbelebung (HWL) ein. Hier musste im praktischen Teil jeder ran! Beeindruckend, gerade für die schon etwas älteren Kursteilnehmer (wie den Verfasser), die Entwicklung zu den heute vom Einsatzsoldaten mitgeführten „Tools“ zur Blutstillung und für den Wundverband. Schlagworte hier: „Emergency Bandage“, „Tourniquet“ und „QuikClot“. Hierdurch wird der Helfer in die Lage versetzt, bei sich selbst oder einem Kameraden in einer Gefechtssituation („care under fire“) auf einfache und zugleich höchst effektive Art und Weise lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen!

Eines von vielen weiteren Themen waren der „AED“ (Automatischer Externer Defibrilator), der -einmal angelegt- vollautomatisch die Herzfunktionen eines Verunfallten analysiert und dem Helfer per Sprachausgabe eindeutige Handlungsanweisungen gibt (Reanimation oder eben Elektroschock). 
Nach dem Lehrgang waren alle frischgebackenen Ersthelfer -die entsprechende ATN wurde durchgängig zuerteilt- auch vertraut mit dem Umgang der Autoinjektoren der Bw, einer gleichfalls höchst einfachen Maßnahme der Verabreichung bspw. von Morpin in der Akut-Schmerztherapie oder Atropin zur Bekämpfung von Nervenkampfstoffen.

Besonderer Dank gebührt den Aktiven des Sanitätszentrums Germersheim, Fr. OFW Pfund und H. OFw Schütz, die sich bereit erklärt hatten, diese Ausbildung an einem Wochenende vorzunehmen! Und dies in einer lebhaften und kurzweiligen Art und Weise, angereichert durch die Schilderung zum Teil „sehr plastischer“ eigener Erfahrungen, die die Veranstaltung nicht nur interessant , sondern auch zu einem echten Erlebnis machten. Da standen Kameraden, die wussten, von was sie sprachen!

Danken möchten die Lehrgangsteilnehmer aber auch nochmals dem vom LKdo RP abgestellten OStFw d.R. Sax, der die Gruppe eingewiesen und in besonderer Weise über das Wochenende betreut hat!

Die ATN „Ersthelfer A“ ist für 1 Jahr befristet. Für den Kompetenzerhalt ist alljährlich 1 Modul des in ges. 4 Module aufgeteilten Lehrganges zu wiederholen – man sieht sich!


Lehrgangsteilnehmer SU d.R. Neyer mit Ausbilderin OFw Pfund


Beide Ausbilder führen das korrekte Entfernen eines Helmes vor


KpChef RSUKp RP Major d.R. El-Araj beim Anlegen der Abbindemaßnahme "Tourniquet"


dito OG d.R. Förderer


OG d.R. Verlohner checkt Wundschnellverband "Emergency Bandage"



gut gelaunte Lehrgangsteilnehmer / Organisatoren






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