Dienstag, 11. Juni 2013

RSU bundesweit: Motivation pur!

  (Logo: Reservistenverband)

Ich berichtete kürzlich vom 300. Mitglied unserer bundesweiten Facebook Plattform. Wenige Tage später sind es über 340. Und es ist beeindruckend, wie dort in den letzten Tagen die Wogen hochgehen und sich die Berichte, aber auch Emotionen Bahn brechen!

Meldungen stolzer und glücklicher RSU-Soldaten aus verschiedenen Bundesländern, die gerade aus erfolgreichen Hochwassereinsätzen zurückkommen, wechseln sich ab mit verständnislosen bis frustrierten Kommentaren.

Allen Beiträgen gemeinsam ist jedoch der Ausdruck außerordentlich hoher Motivation der neuen oder gerade im Entstehen befindlichen RSU-Kräfte - bundesweit. In den Reservisten der Bundeswehr scheint in der Tat erhebliches Potential zu stecken - wer zweifelte daran? Dies auch in den neu geschaffenen RSU-Einheiten zu bündeln scheint der richtige Weg zu sein.

Parallel sollte dieses offenkundige Potential aber auch gefördert werden.  Niemand wünscht sich eine Katastrophe, wie wir sie gerade erleben müssen herbei. Aber eine bessere Gelegenheit, den entstandenen "RSU-Schub" auf die Straße zu bringen und dadurch die Idee konsequent weiter zu befördern, dürfte sich kaum bieten.

Allerdings hätte dies über bürokratische Hürden, militärische wie innenpolitische Barrieren hinweg passieren müssen - was wohl in unserem Lande schlecht vorstellbar ist. Gleichwohl gab es die eine oder andere Initiative, die sehr pragmatisch und mit ausgesprochen kurzen Anläufen die eine oder andere RSU-Teileinheit in die Einsatzgebiete brachte - Respekt!

Den gestrigen Beitrag eines Kameraden aus der FB-Gruppe, der mich zu diesem Posting animierte, möchte ich zitieren:
Hoffentlich ließt mal jemand von den Landeskommandos diese Kommentare hier und wird sich bewusst, welches Potenzial und welche gewaltige Motivation hier bereitsteht!
Dem kann man sich nur anschließen, wobei ich ergänzen möchte, dass es nicht zwingend die LKdos sein müssen, die den Engpass darstellen, wie hier in meinem Umfeld klargestellt wurde. Insofern möchte ich hinzufügen "oder den Innenministerien". Vielleicht müsste man aber zunächst dem einen oder anderen politischen Entscheidungsträger auch erst einmal in geeigneter Weise nahe bringen, was "RSUKr" überhaupt sind und was man damit vorhat! Kann sich in diesem Sinne der Reservistenverband noch mehr einbringen ?

Allerdings wäre noch nicht aller Tage Abend:
Auch zivile Helfer leisten Großartiges beim Kampf gegen das Hochwasser. 800 Reservisten helfen weiterhin, wo sie können. Die Initiativen von Reservisten werden auch gebraucht, wenn das Wasser geht. "Auch dann bleibt noch genug zu tun", sagt Verbandspräsident Roderich Kiesewetter MdB.









Kommentare:

  1. Es ist schön zu hören, dass wir eine große Bereitschaft an den Tag gelegt haben. Die RSU Einheiten haben sich schnell und ohne große Ausbildung in die Struktur etabliert.
    Tu was für Dein Land! heißt es immer im Slogan des Verbands. Aber leider ist der Verband sowas von untätig in dieser Krise. Wenn man die Kommentare von Kiesewetter liest, kriegt man das blanke kotzen: Jeder kann helfen...auch ohne Beorderung ...ohne Uniform und Geldansprüche...
    Hallo Herr Kiesewetter!!! Wir sind Soldaten und stolz auf unsere Uniform. Um Geld geht es uns nicht. Wir wollen nur gestärkt Rücken an Rücken helfen. Die DVag dient nur der Versicherung.
    Herr Kiesewetter...Tu was für Dein Land!!!

    MfG

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  2. @ Matthias:
    Zutreffende Analyse.
    Hinzu tritt: Wenn Kiesewetter meint, man könne auch ohne Uniform helfen, so ist das zwar grundsätzlich zutreffend, jedoch wenig sinnvoll. Von den örltichen Einsatzleitungen ist ja (richtiger Weise) gerade nicht gewünscht, dass Zivilpersonen in Masse auf eigene Faust in die betroffenen Gebiete reisen und dort selbständig irgendwelche Tätigkeiten ausüben. Denn 1. ist organisierte Hilfeleistung wesentlich effizienter; 2. stehen unorganisierte Helfer schnell im Weg; 3. sind unorgangisierte Helfer größeren Gefähdungen ausgesetzt, da nicht in die Informationskette eingebunden; 4. ...
    Als Oberst a.d. sollten Kiesewetter diese Schwierigkeiten durchaus bekannt sein, er sollte die Unverantwortlichkeit seiner Aussagen erkennen. Denn defacto gefährdet er damit den Einsatz und die Helfer. Womöglich sollte sich der Verband nach einem neuen Präsidenten umsehen.

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