Dienstag, 26. März 2013

Interview mit Roderich Kiesewetter


                                                         (Foto: VdRdBw)
 
In der "Mittelbayrischen" kam ein Interview mit unserem Verbandspräsidenten MdB Roderich Kiesewetter Oberst a.D.

Thema: Natürlich die Reservisten und damit auch die RSU-Arbeit.

Und wenn man liest, dass "von 110 000 Mitgliedern 90 000 noch den Kalten Krieg erlebt haben und ein Großteil der Mitglieder älter als 50 ist" ... ähem ... ist das so? ..., dann versteht man, warum der Mann von einer erforderlichen "Neuausrichtung des Verbands" spricht.



Thematisiert wurde gerade in einem kritischen Kommentar auf der Verbandsseite  auch das mögliche Erfordernis einer "Neudefinition des Reservisten?"

Reservisten – eine Neudefinition erforderlich?
Nach dem wenig spektakulärem Vortrag zum Thema
„Das neue Deutsche Heer" hat der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, am Abend des 21.März 2013 in Mainz (Osteiner Hof) als Gast der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung lediglich auf Nachfrage und auch nur mit einem Satz die Rolle der Reservisten in der Neuausrichtung des Heeres erwähnt. Mit Reservisten gemeint hat der General allerdings nur die jeweils aus dem Wehrdienst ausscheidenden Soldaten, die dann in besonders gekaderten Verbänden im neuen Heer unterkommen sollen.
General Kasdorf war bereits 2008, noch als stv Befh HFüKdo, Gast beim ZDF-Seminar „Afghanistan-Die Bundeswehr im Einsatz" der Landesgruppe Rheinland-Pfalz und konnte dort mit seinen 13-monatigen Afghanistan-Einsatz-Erfahrungen die Seminar-Teilnehmer, Reservisten jeglicher Couleur, lebhaft an seinen Erkenntnissen teilhaben lassen.
Mir scheint, dass nach der Neudefinition des Verteidigungsministers für den Begriff des
Veteranen nun auch eine Erläuterung uns ins Haus steht, was ein Reservist und wer zu was zu gebrauchen ist. Die Anforderung an den Reservisten seien im Übrigen die gleichen wie beim aktiven Soldaten. Wer sich noch an die Diskussionen im Rahmen der Aufstellung der RSUKr zum Body-Mass-Index (BMI) für Reservisten erinnert weiß, dass dort noch große Unterschiede gemacht wurden.
Die Nachfrage, weshalb Deutschland für seine Armee, bezogen auf das Brutto-Inland-Produkt (BIP), gegenüber verbündeten Länder deutlich weniger Geld ausgebe und deshalb auch bestimmte Rüstungsartikel nicht beschafft werden können, beantwortete General Kasdorf damit, dass
die Ausrüstung der Bundeswehr sich nach der Bereitschaft des Landes die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen, ausrichte.
Auf Nachfrage wurden weitere Themengebiete wie der Drohnenkrieg, wo eine eindeutige Stellungnahme ausblieb und Mission Command, wobei der Inspekteur feststellte, dass es da alleine nicht ginge. Das neue Heer mit 60.000 Soldaten sei auf einem guten Weg!
Elmar Jacques

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