Freitag, 22. Februar 2013

Uniformtrageerlaubnis

Folgender sachkundiger Kommentar ging zu diesem Thema heute ein - herzlichen Dank!

Es gibt zwei Bezugsdokumente für die UTE:

1) Verordnung über die Berechtigung zum Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses (Uniformverordnung - UnifV)

2) Bestimmungen zum Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses (Uniformbestimmungen - UnifB)

Eine allgemeine UTE berechtigt nach § 10 (3) UnifB zum tragen des Dienstanzugs bzw. des Gesellschaftsanzugs. Das tragen des FA hingegen setzt immer eine Einzel- bzw. Sammel-UTE durch das LKdo voraus.

Das verlinkte Dokument ist eine Teilnehmerliste. Es stellt keine Aufzählungen von VVag mit UTE da. So sind Veranstalungen der Gruppe 50 (Verbandsarbeit) größtenteils keine VVag für die eine UTE erteilt werden kann und darf (RAG-Schießen, RK-Abend, Vorstandsabend etc.)


Vor diesem jetzt klärenden Hintergrund relativiert sich das Folgende, das ich bereits zusammengestrichen habe.

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Hatten die Tage einen Thread zum Thema Uniformtrageerlaubnis im Forum .

Ein Kamerad war so freundlich, auf die folgende Verordnung aufmerksam zu machen.

Es handelt sich hierbei um die Verordnung über die Berechtigung zum Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses

Diese allgemeine Uniformtrageerlaubis (UTE) wurde mir binnen weniger Tage vom zuständigen LKdo ausgehändigt, nachdem ich bei meinem regionalen FwRes wegen der Einkleidung vorstellig geworden bin. Das Papier habe ich seitdem ständig am Mann.


Reicht denn die allgemeine UTE für derartige VVag's aus? Nein, tut es nicht, wie die entsprechende Wikipedia-Seite  in allgemein verständlicher Weise aufklärt:
Eine Besonderheit stellt die Ziff. 4 (Veranstaltungen von Soldaten- und Reservistenvereinigungen) des § 3 UnifV dar:
Einerseits gilt hier die Genehmigung nur für Soldaten- und Reservistenvereinigungen, "zu denen kein Kontaktverbot der Bundeswehr besteht". In Praxis definiert die Bundeswehr dies in einer Positivliste von sog. Begünstigten Vereinigungen, von denen die größte der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (Reservistenverband) ist, in dem die meisten aktiven Reservisten Mitglied sind.
Andererseits gilt auch für diese Vereinigungen die Genehmigung nicht automatisch, sondern soll innerhalb der Vereinigung fallweise anlassbezogen entschieden werden, ob für eine bestimmte Veranstaltung die Uniformtrageerlaubnis erteilt wird. Im Reservistenverband entscheidet dies auf Antrag des Veranstalters jeweils der Vorstand der nächsthöheren Verbandsebene; die Genehmigungsart heißt dann VVag mit UTE (Verbandsveranstaltung mit Uniformtrageerlaubnis).
Beim Tragen einer Uniform im Rahmen von Veranstaltungen von Soldaten- und Reservistenvereinigungen muss der Reservist/ehemalige Soldat somit zwei Genehmigungen mit sich führen: die eigentliche (persönliche, unbefristete) Uniformtrageerlaubnis der Bundeswehr sowie die (jeweils anlassbezogene) Uniformgenehmigung des Verbandes für die betreffende Veranstaltung (beim Reservistenverband genügt hierfür die Einladung/Ausschreibung mit dem Vermerk "mit UTE").
Hierzu noch o.g. Teilnehmerliste

Wenn wir das alles nicht richtig interpretiert/dargestellt haben, sind sachdienliche Hinweise natürlich wie immer sehr willkommen!! :-)




1 Kommentar:

  1. Es gibt zwei Bezugsdokumente für die UTE:

    1) Verordnung über die Berechtigung zum Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses (Uniformverordnung - UnifV)

    2) Bestimmungen zum Tragen der Uniform außerhalb eines Wehrdienstverhältnisses (Uniformbestimmungen - UnifB)

    Eine allgemeine UTE berechtigt nach § 10 (3) UnifB zum tragen des Dienstanzugs bzw. des Gesellschaftsanzugs. Das tragen des FA hingegen setzt immer eine Einzel- bzw. Sammel-UTE durch das LKdo voraus.

    Das verlinkte Dokument ist eine Teilnehmerliste. Es stellt keine Aufzählungen von VVag mit UTE da. So sind Veranstalungen der Gruppe 50 (Verbandsarbeit) größtenteils keine VVag für die eine UTE erteilt werden kann und darf (RAG-Schießen, RK-Abend, Vorstandsabend etc.)

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