Donnerstag, 17. Januar 2013

Sachstand Mecklenburg-Vorpommern: Kompanie steht!

Laut dem Bericht der Schweriner Volkszeitung vom 15. Januar, sollte die RSUKp Meck-Pomm gestern in Dienst gestellt worden sein. Herzlichen Glückwunsch an die Kameraden!

Das Blatt schreibt:

Die Reservisten der Bundeswehr werden auch im Nordosten neu organisiert. Als zweites Bundesland nach Bremen stellt Mecklenburg-Vorpommern nun eine regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie in Dienst. Für morgen ist in Schwerin die feierliche Kommandoübergabe geplant.

"Damit werden Reservisten nach der Bundeswehrreform auch strukturell besser eingebunden", sagte Oberstleutnant Reinhard Höhn, der maßgeblich am Aufbau der Einheit mitwirkte. Die Reservisten könnten so besser in die Ausbildung integriert und für Aufgaben etwa im Wach- und Sicherungsdienst in militärischen Objekten eingesetzt werden.

Im Bedarfsfall sollen sie auch bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Schneechaos zur Gefahrenabwehr oder bei schweren Unglücksfällen zum Einsatz kommen.

Nach Angaben Höhns haben sich etwa 140 Reservisten bereiterklärt, einen der 100 Dienstposten anzutreten. "Denkbar ist aber, mittelfristig jede Stelle im Sinne einer Spiegelung doppelt zu besetzen", sagte der Offizier. Damit gebe es für jedes Mitglied sofort Ersatz. Denn die Angehörigen der neuen Einheit würden weiter in ihren normalen Berufen arbeiten. Die Unterstützung der Arbeitgeber sei nötig, um die Reservisten ausbilden und einsetzen zu können, betonte Höhn.

Patentruppenteil der Einheit ist die Marinetechnikschule Parow. Das sei im Oktober zwischen dem Landeskommando und der Marineschule bei Stralsund vertraglich vereinbart worden. Das Führungspersonal der Kompanie sei auf seine Aufgaben vorbereitet, ein erstes Treffen von künftigen Kompanie-Angehörigen habe es im November gegeben, so Höhn.           
Nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) haben die Unterstützungskompanien für die Neuausrichtung der Bundeswehr Signalcharakter. In den deutschlandweit künftig 27 Kompanien dienten ausschließlich Reservisten. Sie seien nicht nur Partner der aktiven Truppe, sondern "Teil der Bundeswehr", sagte er.Bis zu 2700 Reservisten sollen zum Einsatz kommen. Bundesweit gibt es nach Angaben des Verteidigungsministeriums rund 1,2 Millionen ehemalige Soldaten, die auch nach ihrem aktiven Dienst Kontakt zur Truppe halten. Den Angaben zufolge leben in Mecklenburg-Vorpommern etwa 50 000 ehemalige Bundeswehrangehörige, knapp 1000 von ihnen sind im Reservistenverband organisiert.

Infolge der Bundeswehrreform sollen künftig verstärkt Reservisten zu Notfalleinsätzen herangezogen werden. Die Bundeswehr hatte bereits im Vorjahr ihre Verbindungskommandos in Mecklenburg-Vorpommern an die neue Kreisstruktur angepasst, um damit die Basis für eine möglichst reibungslose militärisch-zivile Zusammenarbeit zu schaffen.

Statt zuvor 18 gibt es noch 8 solcher Kommandos, die Ansprechpartner für Landräte und Oberbürgermeister sind. In der Vergangenheit waren Bundeswehrangehörige vor allem bei Hochwassern wie an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern oder im Land Brandenburg an der Oder zu Hilfseinsätzen abkommandiert worden.


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