Samstag, 12. Januar 2013

Kommentar zur Weisung für die Reservistenarbeit 2013/2014

Jetzt gibt es einen Kommentar zur der im Vorposting angesprochenen Weisung für die Reservistenarbeit 2013/2014 aus berufenem Munde.

Ein Kommentar
(Ein Kommentar ist ein Meinungsbeitrag des namentlich gekennzeichneten Autors)

Mit der Weisung für die Reservistenarbeit 2013/2014 sind die Erfordernisse die sich aus der neuen Konzeption der Reserve der Bundeswehr ergeben auf der Arbeitsebene des Reservistenwesens angekommen.
Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wird die Rolle von Reservisten für die Auftragserfüllung der Streitkräfte vor allem im Bereich Heimatschutz deutlich gestärkt.
Eine große Chance für die Reserve, ihren effektiven Nutzen als integraler Bestandteil der Bundeswehr unter Beweis zu stellen.
In drei möglichen Kategorien haben Reservisten nun die Möglichkeit sich für Ihr Land und die Streitkräfte einzusetzen.
Im Bereich der allgemeinen Reserve (umbeorderte Reservisten) wird es als Schlussfolgerung zu einer deutlichen Schwerpunktverlagerung kommen.
Die Vorhaben in dieser Kategorie der Reservistenarbeit haben nun das Ziel, unbeorderte Reservisten für ein Beorderungsverhältnis zu qualifizieren und zu begeistern. Darüber hinaus sollen beorderte Reservisten, diese Angebote noch stärker als bisher nutzen, um Ihre militärischen Fähigkeiten zu erhalten und zu ergänzen.
Ein thematische Neuausrichtung und qualitative Steigerung der Ausbildungsvorhaben sind hier unabdingbare Voraussetzungen um die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Teilnehmer weiter zu fördern.
Der „Reservist der Zukunft“ verfügt dabei wieder stärker als bisher über allgemeinmilitärische Fähigkeiten, die sich wohlgemerkt nicht nur auf das Handwaffenschießen konzentrieren, als auch über ein solides Basiswissen in sicherheitspolitischen Fragen um somit in der Rolle als Mittler und „Sprachrohr für die Bundeswehr“ in der Gesellschaft wirken zu können.
Für den Reservistenverband, als parlamentarisch beauftragten Träger der Reservistenarbeit gilt es nun, die Weichen aktiv in Richtung Zukunft zu stellen.
Dabei gilt es sowohl nicht mehr zeitgemäße Strukturen und Ansichten aufzubrechen, wie auch Mandatsträger auf diesen neuen Kurs einzuschwören.
Was im Jahre 2007 mit der „Konzeption 2015“ des VdRBw begann, könnte nun mittelfristig seinen krönenden Abschluss finden.

Heisam El-Araj
Major d.R.

1 Kommentar:

  1. Viel Abstraktes, nichts Konkretes!

    Sehr geehrter Herr Major,

    leider teile ich keineswegs Ihre positive Sicht auf die Weisung. Es ist leider wieder einmal verpasst worden, klar zu definieren, was außerhalb der beorderten Reservistenarbeit geleistet werden soll. So bietet das Papier für die unbeorderte freiwillige Reservistenarbeit einen bunten Blumenstrauß an Interpretationsmöglichkeiten, welche Ausbildungsziele von Reservisten erreicht werden sollen. Was ist Mittlerausbildung? Wozu sollen unbeorderte Reservisten in allgemeinen militärischen Fähigkeiten ausgebildet werden? Wie soll diese Ausbildung aussehen und welche Fähigkeiten sollen dabei erreicht werden. Welche Schwerpunkte sind zu setzen. Warum sollen Reservisten Reservisten ausbilden? Wer stellt die Ausbilderqualität sicher?
    Was die beorderungsabhängige Ausbildung angeht sehe ich kaum Unterschiede. Die beorderten Reservisten sitzen auf einem Dienstposten, für den sie qualifiziert werden müssen. Dazu bedarf es zumindest eine annähernd gleiche Ausbildung, wie sie die aktiven Soldaten erfahren. Was das Konstrukt RSU-Kräfte angeht, gilt es abzuwarten, ob den Einheiten Wach- und Sicherungsaufträge erteilt werden.

    Mit freundlichem Gruß,
    Christoph Seidel

    AntwortenLöschen