Donnerstag, 24. Januar 2013

Interview mit RSUKp-Chef OTL d.R. Rolf Engeler

Bin gestern über meine Bundeswehr Android App auf dieses Interview der SKB mit OTL d. R. Rolf Engeler, seines Zeichens frisch gebackener RSUKp-Chef der RSUKp Meck-Pomm, gestoßen:


                                                           (Foto: PIZ SKB/Wanninger)

Herr Oberstleutnant, wo liegen aus Ihrer Sicht die Vorteile der Aufstellung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte als neuen Teil der Territorialen Reserve?

Die neuaufgestellte Kompanie ist eigentlich die einzige Truppe, die das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern hat. Das Landeskommando ist ja gewissermaßen ein großer Stab. Deshalb sind die rund 100 Reservisten die einzigen die der Kommandeur des Landeskommandos, wenn es im Katastrophenfall nötig ist, für Wach- und Sicherungsaufgaben unmittelbar einsetzen könnte. Zusätzlich können diese Soldaten, und hier sehen viele meiner Reservisten ihre Hauptaufgabe, schnell und zuverlässig in ihrem Ort, ihrer Region helfen. Und diese schnelle und vor allem organisierte Hilfe ist mit dieser Kompanie nun zuverlässig und gut zu leisten.

Nach Bremen ist es nun die zweite Einheit der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte, die aufgestellt wurde. Wo liegen denn die Besonderheiten für ihre Arbeit in dem Flächenland Mecklenburg-Vorpommern?

In Mecklenburg-Vorpommern haben wir ganz spezielle mögliche Katastrophenszenarien. Wir haben zum Beispiel eine große Hochwassergefahr. Im Bereich Ludwigslust liegen große Waldgebiete, in denen Waldbrände ein Thema sein könnten. Zusätzlich gib es hier durch die große Fläche bedingt, eine Vielzahl von Tierzuchtbetrieben, in denen auch Tierseuchen ein mögliches Szenario sein könnte.

Dies ist ja eine Vielzahl von möglichen Szenarien. Wo sehen Sie denn dann die größte Herausforderung für ihre Kompanie in ihrem Verantwortungsbereich?

Die Herausforderung liegt vor allem darin, dass wir eigentlich zu wenige Soldaten für diese unterschiedlichen Aufgaben haben. Die jetzt beorderten 100 Soldaten sind für dieses große Flächenland und für das was im schlimmsten Fall auf uns zukommen könnte zu wenig. Wir hoffen deshalb, dass wir noch stärker aufwachsen und weitere Reservisten gewinnen können.

Wird dann diese Personalgewinnung eine der wichtigen Aufgaben in der nahen Zukunft sein? Wo sehen Sie denn noch weitere konkrete Aufgaben?

Ja, definitiv. Wir müssen zukünftig weiter aktiv auf ehemalige Soldaten zugehen und diese für unsere Sache gewinnen. Wir brauchen 100 Soldaten, haben aktuell aber sogar 138 im Bestand. Jedoch, finden wir uns hier noch – denn im Moment scheiden auch immer noch viele wieder aus. Grund kann zum Beispiel die gesundheitliche Verfassung sein. Wer nicht fit genug ist, wird auch wieder nach Hause geschickt. Zusätzlich gilt es für uns vor allem sich in der nahen Zukunft überhaupt erst einmal zu finden. Die Soldaten müssen gemeinsam auf ihre verantwortungsvolle und fordernde Aufgabe vorbereitet werden. Hier gilt es Ziele zu stecken und die Ausbildung der Soldaten auf diese abzustimmen.


Und einen Bericht über die Aufstellung der Kompanie gibt es aktuell auch noch.


Last not least für den Liebhaber des gepflegten SF-Action-Films :-) noch einen

TV-Tipp: Heute Vox 2015 - 2210 "X-Men" und im Anschluss 2210 - 2355 "Alien vs. Predator"

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