Donnerstag, 8. November 2012

Besuch der Ostpreußenkaserne - 04.07.2012

Auf dem Rückweg von meinem Kurzurlaub im nördlichen Deutschland habe ich es dann wahr gemacht und endlich mal den Schlenker an der Autobahnabfahrt Homberg/Efze geschafft. Es dämmerte bereits stark, als ich nach so langer Zeit erstmals wieder auf Homberg zufuhr.


Anfahrt auf Homberg/Efze. In der Bildmitte im Hintergrund die Burg, als Wahrzeichen des Städtchen und auch der ehemaligen "NschKp 50"



Kompaniewappen der "Nachschubkompanie 50"

Die Kaserne ist ein gutes Stück außerhalb der Ortes gelegen und ich fand den Weg erst auf Nachfrage. Mit erstauntem Blick -"die Kaserne ist doch schon lange nicht mehr bewohnt"- wurde mir der Weg gewiesen.

Da stand ich dann also nach fast genau 30 Jahren vor dem Tor, das ich im Dezember 1982 zum letzten Male durchschritt. Erinnerungen wurden wach und zwar durchaus Positive. Natürlich wusste ich, dass die Kaserne schon seit vielen Jahren nicht mehr aktiv ist. Aber sie lag noch so da im Halbdunklen mit brennenden Laternen, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ein Betreten war allerdings nicht möglich - alles gut verschlossen, wenn auch nicht mehr bewacht.








Das Wachhäuschen für den Torposten existiert nicht mehr. Aber oft habe ich in den 12 Monaten meiner Zugehörigkeit zu dieser Kaseren hier gestanden und unzählige Male die Schranken bewegt. Und verdammt kalt war der Winter 81/82 - streckenweise mit bis zu -18° C. Da kommt Freude auf, beim Wachauftrag!

Wie ich nachträglich von einem Kameraden erfuhr, der 10 Jahre später dort stationiert war, wurde die NschKp 50 Mitte 1993 aufgelöst und zu 9./NschBtl 51, aus der wiederum im Jahre 1996 die 2./NschBtl 52 wurde. Im Jahre 2003 wurde die Ostpreußen- sowie die benachbarte Dörnbergkaserne geschlossen.


Hier habe ich noch ein Exposé gefunden, wie es von der Stadt Homberg wohl für die weitere Nutzung/Vermarktung des Areals erstellt wurde. Konversion nennt man das.

Nachstehendes Transparent begegnete mir zum Zeitpunkt meines Besuches im Ort:


Kommentare:

  1. Hallo,Michael,auch der Winter 75/76 war saukalt und wenn man sich denn noch die Finger in der Schranke klemmt. Danke.
    Trotzdem, bei deinen Bildern werden auch schöne Erinnerungen wach.
    Robert damals Gefreiter InstAusbKomp. 15/2

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    1. Hallo Robert, ich war von 1.4.75 bis 30.6.76 auch in der Ostpreussen Kaserne! Ofw Corpataux war mein 'Boss', der Spiess war Hfw Schmidt und Brüggemann der KpChef!

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    2. Hallo grüße dich.
      Ich war zur selben zeit bei der Nachschubkompnie 50.In der Umschlagstaffel,Büro und Kraftfahrer
      mein Chef war Hfw von Kampen die namen die du nennst kennen ich.
      Viele Grüße lutz

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  2. Hallo Michael,

    auch ich war in der Ostpreußen Kaserne stationiert. Von Januar 1990 bis Ende August 1990. Wurde 1989 als W18er gezogen, und durch den Mauerfall rückwirkend auf W12 verkürzt, bei vollem Urlaubsausgleich...;-)) und Entlassungsgeld....;-)). Da ich aber meinen Dienst als Ordonanzsoldat im Offzheim, in der Dörnbergkaserne geleistet habe, war ich von jeglichen Wach/Stuben/Revierdiensten befreit. Dienst von Montag bis Montag, anschliessend eine Woche frei. Vermisse die Zeit nicht, waren verlorene Monate. Wenn ich nur an den zuständigen Hauptmann, Hauptmann Krasska, für das Offzheim denke......oder die dort einkehrenden Offiziere..... Zum Glück musste ich nie wieder hin. In diesem Sinne.....Gruß Jochen

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  3. Hallo Michael,

    habe dort meinen Grundwehrdienst in der Nachschubkompanie 50 im Mat/Nachweis/Trp. von April 1989 bis März 1990 abgeleistet. Bei einer Übung im Jan. 1990 in Schwarzenborn fiel das Thermometer schon mal nachts auf -27°C.War verdammt kalt.
    Habe aber hier sehr viele schöne und lustige Momente erlebt (natürlich auch einige unschöne!)
    Alles in allen war die Ostpreußen-Kaserne eine kleine gemütliche Kaserne, bei der die Katine hervorzuheben war. Man wurde öfters vor dieser von Kameraden aus der Dörnberg-Kaserne angesprochen, ob man nicht für eine halbe Stunde die Litzen und Barett tauschen könne. Man wollte dadurch das bessere Essen geniessen. :-)
    Ich hatte die Kaserne das letzte mal im Oktober 2012 bei einer kurzen Stipvisite in Nordhessen besucht. Hier waren die Tore geöffnet aber der "Zutritt verboten" durch ein Schild an der Schranke gekennzeichnet. Es sah aus wie im Dschungel. Das Unkraut hatte alles überwuchert.
    Gruß
    Rainer

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    1. Hallo Rainer,

      freut mich sehr, von einem "Ostpreußen" zu hören. War wirklich eine tolle Kaserne! Ich habe nach jetzt bald 3 Jahren RSU eine ganze Reihe weiterer Kasernen kennengelernt und kann jetzt noch besser urteilen. Die Truppenküche in der Ostpreußen-Kaserne war toll. Werde nie die Ham and Eggs vergessen, die es zumeist Freitags Morgen gab und quasi das Wochenende einläuteten.!

      Viele Grüße
      Michael

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  4. Hallo Michael,

    ich war im Jahr 2000 auch in der Kaserne anwesend. Mich sollte es kurz vor Jahresende zur Luft Mech.Brigade nach Fritzlar verschlagen als Mechaniker. Dies ist leider durch einen tragischen Zwischenfall nie geschehen, daher hatte ich Ende 2000 mein DZE als Gwdl.
    An dieser Stelle nochmal ganz herzliches Danke an Hptm. Hille und OstFw Dippel.

    Die Kameraden waren sich damals noch nicht wirklich bewusst wie es weitergehen sollte mit dem Standort..
    Nachdem ich ca. 15 Min. mit Rudolf Scharping in der Grube unter meinem Wolf rumhantierte wurde mir durch unser kurzes Gespräch bewusst, das Homberg keinen Zukunft hat... :(

    Meine AGA habe ich in der 6.Inst Aub.Kmp./51 in Neustadt verrichtet. Bin dann kurz nach der Grundausbildung in meine Heimatstadt nach Homberg :D versetz worden zur 3.Inst/51.
    Ich bin lange Zeit davor, und auch danach an und in der Kaserne gewesen, da mich das Thema Bundeswehr seit dem ich ein Kind war, fasziniert.

    Momentan versuche ich eine Erlaubniss zu bekommen um dort zu fotografieren. Lost Places... ziehen mich immer wieder magisch an.

    MkG

    HG S. Neumann

    HG.Samson(at)web.de

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    1. Hallo Samson, freut mich sehr, dass der eine oder andere auf diese Weise zu unserer guten, alten Ostpreußenkaserne zurückfindet. Alles Gute und Viele Grüße Michael

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  5. Ach ja, die Ostpreussenkaserne, die Bilder haben auch wieder Erinnerungen an meine Wehrdienstzeit 1991/92 in der NachschubKp 50 geweckt. Ich war auch im Matnachweis tätig, allerdings zeigten sich damals schon Auflösungserscheinungen, alle Dienstgrade waren dringend auf der Suche nach anderen wohnortnahen Verwendungen, so dass ich als Wehrdienstleistender teilweise Arbeiten der nicht nachbesetzten Unteroffiziersstellen übernehmen musste. Aber lustig wars trotzdem...
    Viele Grüße

    Am Schluss OG Koy

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    1. Hallo Kamerad,

      danke für Deine Zeilen! So bleibt uns unsere gute Ostpreußenkaserne in Gedanken lebendig.

      Gruß
      MIchael

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  6. Ostpreußenkaserne
    Da war ich als W15 stationiert von Apil 1975 bis 1976 Nachschub 50 umschlagstaffel Büro und Kraftfahrer mein Chef war HFW von Kampen
    schön mal wieder Bilder zu sehenwar lange nicht mehr in der gegend
    viele grüsse

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  7. Ich habe heute die Ostpreußenkaserne besucht. Das Gelände ist mittlerweile frei zugänglich da es lt. Aussage eines Zivilangestellten der BW komplett zum Verkauf steht. Die Kompaniegebäude sind fast alle zugewachsen aber ansonsten zugänglich. Ich war 1973-1974 als Wehrpflichtiger in der Nachschubkompanie 50. Mein Arbeitsplatz war das Betriebsstoff-Grundvorratslager. Dort befindet sich z.Z. ein Verwaltungsbüro der BW. Dort habe ich auch mit einem Angestellten gesprochen.

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  8. Ich war von März 1985-März 1986 in der feldküche War eine geile Zeit unser küchenfeldwebel War oberfeldwebel Ralph orth der ist heute Bürgermeister in Philipsthal werde das nie vergessen koche heute noch andreas aus eppstein

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  9. Ja es War eine schöne Zeit ich War von Dezember 1984 bis Dezember 1985 im 100 to. Zug Mit Jäckel, Schupp, Grammet, Opa Kaires, Hauptmann Gerlach War Chef der Kompanie.

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    1. Toll, wie sich hier über die Jahre immer mehr Kameraden melden! Also an SU Schupp kann ich mich noch gut erinnern. Und Hauptmann Gerlach war auch mein KpChef, da bin ich ziemlich sicher! Gruß Michael

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    2. Hallo zusammen,
      durch google bin ich hier gelandet.
      Ich war von 1984 bis 1986 in Nschkp50, und kenne natürlich die oben genannten Namen auch noch. Auch wenn sie mir fast entfallen waren, bis ich sie hier wieder gelesen habe. ;-)

      Ich hatte mir schon immer mal vorgenommen in der Ostpreussen-Kaserne wueder vorbei zu schauen, und vor zwei Wochen ergab sich die Gelegenheit dort mal vorbei zu fahren.
      Nach 30 Jahren musste ich mein Navi und Google bemühen, um die Reste der Kaserne zu finden.

      Es war ein ganz seltsames Gefühl dort reinzufahren, alles war offen und frei zugänglich. Ich bin mit dem Auto eine Runde durch die Kaserne gefahren und dachte immer, dass jetzt einer gleich kommt und mich aus dem Auto winkt. Ich habe mich gar nicht richtig getraut ein paar Fotos zu machen.

      Es stehen nicht mehr alle Gebäude, alle Manschaftsgebäude in denen ich untergebracht war, sind abgerissen. Einige stehen aber noch (Sani, Uffzheim etc.)
      Wache steht noch - ist seltsam, wenn man die sieht. Immerhin habe ich dort auch einige Zeit als Wachsoldat und auch als Wachhabender verbracht.
      Nun ja, ist alles verdammt lange her, aber wenn man dann dort vor Ort ist, kommen wieder viele Erinnerungen hoch.
      VG Nicolas

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